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Wolfsburg: Wolfsburger Visitenkarte im Lipperland

Pressemeldung vom 22. Juli 2009, 10:40 Uhr

Wolfsburg. Der Drachenkopf eines Wasserspeiers wirft einen markanten Schatten, gekonnte Architekturfotos zeigen die Schokolodenseiten und originelle Souvenirs belegen den Rang als Sehenswürdigkeit so wird Schloss Wolfsburg derzeit in einer Ausstellung des Weserrenaissance-Museums Schloss Brake bei Lemgo noch bis zum 6.September präsentiert.

“Schlösser der Weserrenaissance“ lautet der Titel der Schau, die 26 Residenzen und Adelssitze vorwiegend aus Lippe und dem Weserbergland vorstellt. Schloss Wolfsburg ist das östlichste Beispiel für einen Baustil, der zwischen Reformation und Dreißigjährigem Krieg verbreitet war und für den sich der Begriff Weserrenaissance eingebürgert hat.

Der renommierte Berliner Architekturfotograf Hillert Ibberken zeigt die Schlösser in einer sachlichen Bildsprache und lenkt das Auge doch zugleich auf charakteristische Details. Neben diesen fotografischen Visitenkarten wird jedes Schloss durch Originalexponate repräsentiert, “verborgene Schätze“ aus dem Privatbesitz der Schlossherren oder aus Sammlungen von Museen und Archiven. Die Vielfalt des Gebotenen reicht von prächtig verzierten Feuerwaffen bis zur kostbaren Porzellan-Teedose, vom Richtschwert bis zur Bauzeichnung. Mit den Leihgaben aus Wolfsburg hat Dr. Arne Steinert vom Stadtmuseum die Verbindung zur jüngsten Geschichte hergestellt: Die Lemgoer Ausstellungsmacher erhielten Material für eine “Souvenir-Vitrine“. So ist Schloss Wolfsburg auf Briefbeschwerern, Wandtellern und Konfektschalen zu sehen oder gemeinsam mit dem VW-Kraftwerk auf einem Stocknagel, wie ihn Reisende in den 1950er Jahren gern am Wanderstock befestigten. Das Kaffeeservice mit aufgedruckten Ansichten von Schloss Wolfsburg im Stil braunschweigischer Porzellanmalerei des 18. Jahrhunderts ließ Volkswagen in den 1960er Jahren als Geschenk für Geschäftspartner in der Porzellanmanufaktur Fürstenberg anfertigen.

Damit wird der Ausstellungsbesuch für jeden ein Gewinn: Wer in Wolfsburg bislang nur die Stadt der Moderne, der Autoindustrie und des Fußball-Erfolgs sah, macht Bekanntschaft mit einem über 700 Jahre alten Schloss. Und wer als Wolfsburger einen Ausflug ins Weserrenaissance-Museum unternimmt, entdeckt architektonische Gemeinsamkeiten “seines“ Schlosses mit Barntrup oder Bückeburg, Detmold oder Schwöbber.

Quelle: Stadt Wolfsburg – Pressesetelle

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