Energiewechsel

Wolfsburg: Rückhaltebecken als Hochwasserschutz für Ehmen Spatenstich für den Umbau des alten Bahndammes

Pressemeldung vom 21. Juli 2009, 09:17 Uhr

Wolfsburg. Der Umbau am alten Bahndamm im Ortsteil Ehmen hat begonnen. Heute, Montag, setzten Stadtbaurätin Monika Thomas gemeinsam mit Vorstand Dr. Gerhard Meier von den Wolfsburger Entwässerungsbetrieben (WEB) und weiteren Vertretern den offiziellen Spatenstich für den zusätzlichen Hochwasserschutz an der Mühlenriede. Vorbereitende Arbeiten an dem künftigen Rückhaltebecken sind schon seit längerer Zeit im Gange. Voraussichtlich im Frühjahr 2010 soll das Projekt beendet sein.

Der maximal etwa zehn Meter hohe und 250 Meter lange an der Sohle bis zu 50 Meter breite Bahndamm soll als Absperrdamm für das künftige Hochwasserrückhaltebecken dienen und wird entsprechend umgebaut. In der Höhe werden vier Meter abgetragen und so insgesamt 25.000 Kubikmeter Boden bewegt. „Der Fortschritt der Bauarbeiten wird insbesondere auch davon abhängen, ob in dem Damm Kampfmittel gefunden werden und wie schnell die jeweiligen Freigaben dann erfolgen“, erklärte Monika Thomas.

Oberhalb des Bahndammes Ehmen besteht ein Retentionsraum, der teilweise bereits genutzt wird. Durch einen weitergehenden und gesteuerten Aufstau soll die Wirkung weiter verstärkt werden. Der Umfang soll durch das Vorhaben erheblich erhöht. Eine mögliche Hochwasserwelle der Mühlenriede soll deutlich gedämpft und die Situation für die Unterlieger in Ehmen damit deutlich verbessert werden. Bei einem Hochwasser sollen hier mehr als 150.000 Kubikmeter Wasser gestaut werden. Höchstmögliches Stauziel sind gar 220.000 Kubikmeter.

Die Ortslage Ehmen soll damit künftig besser geschützt sein. In diesem Bereich hatte es im Juli 2002 und zum Jahreswechsel 2003 schwere Ereignisse gegeben. Daraufhin hatte die Stadt Wolfsburg gemeinsam mit den Wolfsburger Entwässerungsbetrieben in einer Projektgruppe entsprechende Maßnahmen entwickelt, die in den vorangegangenen Jahren zu einem Großteil bereits umgesetzt wurden. Unter anderem war die Oberflächenentwässerung im Baugebiet Kerksiek und im Gewerbegebiet Heinenkamp II entsprechend umgeplant worden. Daneben wurde die Mühlenriede in einem Teilbereich so umgestaltet, dass sie dort mäandriert, erinnerte die Stadtbaurätin.

Der frühere Bahndamm diente bis 1927 im Wesentlichen dem Kalitransport aus den Bergwerksanlagen in Ehmen. Er wird nicht mehr für den Bahnverkehr genutzt, die Schienenanlagen sind bereits vor längerer Zeit entfernt worden. Im Februar dieses Jahres waren von der Stadtforstverwaltung notwendige Baumfällarbeiten durchgeführt worden. Nach Abschluss der Arbeiten wird es auf dem Damm einen Fahrweg geben, der bis zum Verschlussbauwerk befahrbar sein wird. Darüber hinaus ist ein Fuß- und Radweg vorgesehen.

Das Projekt wird aus Mitteln des europäischen Fonds für ländliche Entwicklung mit rund 240.000 Euro gefördert. Die Baukosten betragen etwa 600.000 Euro.

Quelle: Stadt Wolfsburg – Pressesetelle

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