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Wittmund: Das Pro-Aktiv-Center stellt sich vor

Pressemeldung vom 4. August 2011, 14:13 Uhr

„Nichts machen, gilt nicht!“

Das Pro Aktiv Center in Wittmund ist ein Projekt der Jugendberufshilfe, das vom Landkreis Wittmund, dem Jobcenter Wittmund und der Europäischen Union unterstützt wird.

Das Pro Aktiv Center wird aktuell von Ines Albers geleitet. Es ist eine Anlaufstelle für Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 14 bis 27 Jahren, die noch nicht wissen, wie sie ihr Leben und ihre berufliche Zukunft planen möchten.

Es kann Hindernisse geben, die das erschweren wie einem fehlenden Schulabschluss, großen Problemen in der Familie, frühen Schwangerschaften, psychischen Erkrankungen, frühe Kriminalität, Schulden oder einer Sucht.

Oder wo geht man hin, wenn man einfach keinen Ausbildungsplatz findet, gern etwas lernen möchte, aber nicht weiß, wie man es anstellen soll?
Es kann passieren, dass man dann erst recht in ein Loch fällt und an sich zweifelt. Die Hürden, sich irgendwo zu bewerben und vorzustellen, werden immer größer.

Das Pro Aktiv Center kann dann eine Anlaufstelle sein, um diese Probleme zu besprechen und in Angriff zu nehmen. Das Pro Aktiv Center ist als ein Sozialer Dienst ein flexibles Bindeglied, dass Hilfen z. B. des Jugendamtes, der Schulen, des Sozialpsychiatrischen Dienstes und dem Jobcenter im Sinne des jungen Menschen miteinander verzahnt, wenn für ihn Lücken im Hilfesystem entstanden sind.

Grundsätzlich geht es darum, im Sinne der Berufs- und Lebensplanung den jungen Erwachsenen zu stärken und zu aktivieren: Was ist bereits möglich oder wie kann man sich Möglichkeiten erschließen? Welche Rahmenbedingungen wären wichtig?

Die gemeinsame Arbeit basiert auf der Einsicht der jungen Erwachsenen und seiner Freiwilligkeit, etwas verändern zu wollen; dadurch gibt es keinen Druck und keine Kontrolle. Verbindlichkeit entsteht durch Geben und Nehmen. Geht der junge Erwachsene z. B. zuverlässig in eine bestimmte Maßnahme oder in ein Praktikum, hat er eine größere Chance auf eine eigene Wohnung, selbst wenn er unter 25 Jahre alt ist. So wirkt er glaubwürdiger, wenn er erzählt, dass er es bei seinen Eltern nicht mehr aushält und eine eigene Wohnung ihn in seinen Zielen unterstützen würde.

Das große Ziel des Pro Aktiv Centers ist Hilfe zur Selbsthilfe anzuregen, indem ein Netzwerk für den jungen Erwachsenen geöffnet wird durch Informieren, Begleiten und die Erfahrung zu machen, dass es sich lohnt, Hilfe zu holen und anzunehmen (unangenehme Konsequenzen wie Sanktionen des Jobcenters, Bußgelder von Schulen, Zeit verlieren vermeiden).

Dafür gibt es zusätzliche Maßnahmen wie „Social Life“ oder „Perspektiven für Alleinerziehende“, in deren Rahmen eine intensivere Einzelarbeit und Begleitung mit den jungen Menschen ermöglicht wird und man herausfindet, wie man an seinen Hemmnissen und Stärken arbeiten kann.

Dieses Pro Aktiv Center versucht, aufgrund des aktuellen Problemschwerpunktes „Schulverweigerung“ mit alternativen Maßnahmen Schulverweigerer aufzufangen (aktuell im Projekt „Social Life“).

Aber auch im Austausch mit Schulen, dem Jugendamt, dem Präventionsrat und Erwachsenenbildungsträgern Konzepte zu entwickeln, die Mechanismen und Lösungen bei Schulverweigerung bereit halten können (beginnende Schulverweigerung bemerken und

frühzeitig reagieren, Handeln bei starker Schulverweigerung, wenn Bußgelder und Lernortverlagerung durch ein Praktikum nicht ausreichen).

Das Pro Aktiv Center befindet sich im Wittmunder Kreishaus und ist von montags bis freitags immer von 9.00 bis 12.30 Uhr sowie zusätzlich donnerstags auch von 14.00 bis 16.00 Uhr geöffnet.

Frau Albers ist unter der Telefonnummer 04462/ 86-11 53 zu erreichen.

Quelle: Landkreis Wittmund – Pressestelle

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