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Wilhelmshaven: So läuft die Wahl im Wahllokal ab

Pressemeldung vom 21. Mai 2014, 08:18 Uhr

Am kommenden Sonntag ist die Europawahl. In Wilhelmshaven sind rund 64.200 Bürgerinnen und Bürger ab dem vollendeten 18. Lebensjahr wahlberechtigt.

90 Wahlberechtigte besitzen nicht die deutsche, sondern die Staatsangehörigkeit eines anderen Staates der Europäischen Union. Sie hatten aufgrund des Europawahlrechts die Eintragung in das Wählerverzeichnis Wilhelmshaven beantragt. Ferner sind auf

Antrag 10 im Ausland wohnhafte Deutsche eingetragen, die vor ihrem Fortzug in der Jadestadt wohnten.

Auch wenn aktuell mit 5800 Briefwählern diese Zahl bereits höher ist als bei der letzten Europawahl vor fünf Jahren (insgesamt 4800), so gehen nach wie vor die meisten Wähler am Wahlsonntag in die Wahllokale. Die Wahllokale sind von 8.00 Uhr bis 18.00 Uhr durchgehend geöffnet. Das Wahlamt gibt jedoch den Tipp, dass man möglichst die Zeit von 10.00 bis 12.00 Uhr und von 15.00 Uhr bis 17.00 Uhr meiden sollte. Dann kommen nämlich viele Wähler, so dass Wartezeiten unvermeidlich sind.

Das zuständige Wahllokal ist in der Wahlbenachrichtigung genannt, die jeder Wahlberechtigte erhalten hat. Nur dort kann man wählen, weil der Wahlvorstand das Wählerverzeichnis hat. Bei der Wahl ist diese Benachrichtigung abzugeben. Wer sie nicht mehr besitzt, kann trotzdem wählen. Dann muss allerdings ein Lichtbildausweis vorgelegt werden. Wer nicht weiß, welches Wahllokal „zuständig“ ist, sollte einen Nachbarn befragen, der die Wahlbenachrichtigung besitzt. Mit einer Ausnahme gelten die gleichen Wahllokale wie bei der Bundestagswahl im September letzten Jahres. In Fedderwarden ist erstmals der Wahlraum im Evangelischen Gemeindehaus am Kirchweg eingerichtet.

Im Wahllokal erhält der Wähler einen Stimmzettel mit einer Länge von rund 62 cm. Dieser Stimmzettel ist zwar kürzer als bei der letzten Europawahl (95 cm), dafür wurde er aber etwa 8 cm breiter.
Auf dem in Niedersachsen einheitlichen Stimmzettel sind insgesamt 24 Parteien aufgeführt. Die Reihenfolge der Parteien auf dem Stimmzettel richtet sich zunächst nach den Ergebnissen, die diese Parteien bei einer Teilnahme bei der letzten Europawahl in Niedersachsen erzielt haben. Weitere Parteien folgen in alphabetischer Reihenfolge.

Die Wahl ist mit dem Ankreuzen einer dieser 24 Parteien sehr einfach. Da es schon seit vielen Wahlen keine Stimmzettelumschläge mehr gibt, muss der Wähler bereits in der Wahlkabine den Stimmzettel so falten, dass beim Einwurf in die Wahlurne nicht erkennbar ist, wie gewählt wurde. Die Geheimhaltung umfasst auch, dass niemand einen Wähler in der Wahlkabine „beraten“ darf. Nur wer des Lesens unkundig ist oder körperlich gehindert ist, den Stimmzettel selbst zu kennzeichnen, darf sich der Hilfe einer anderen Person bedienen. Das kann auch ein Mitglied des Wahlvorstands sein.
Wer sich verschreibt, erhält auf Wunsch einen neuen Stimmzettel. Der „falsche“ Stimmzettel wird dann zerrissen. Wer seinen Stimmzettel mit zusätzlichen Sprüchen oder Bemerkungen versieht, macht den Stimmzettel stets ungültig.
Im Internet kann unter www.wilhelmshaven.de/wahlen anhand eines interaktiven Phantasie-Stimmzettels getestet werden, wie sich Fehler auf die Gültigkeit des Stimmzettels auswirken.

Pünktlich um 18.00 Uhr wird die Wahl für beendet erklärt. Die Wahlhelfer beginnen dann öffentlich mit der Auswertung der Stimmzettel. Jeder Wahlvorstand hat speziell vom Wahlamt erarbeitete Leitfäden bekommen, die Schritt für Schritt das Verfahren erläutern. Zuschauer können die Auszählung beobachten. Im Rathaus werten zur gleichen Zeit insgesamt 10 Briefwahlvorstände die Wahlbriefe aus.

Die Ergebnisse werden direkt aus dem Wahllokal an die im Rathaus eingerichtete Wahlzentrale übermittelt. Dort werden die Daten erfasst und sofort nach Eingang ins Internet gestellt (www.wilhelmshaven.de).

Quelle: Stadt Wilhelmshaven

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