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Uelzen: Schweinegrippe – Erster bestätigter Erkrankungsfall im Landkreis Uelzen

Pressemeldung vom 20. Juli 2009, 14:39 Uhr

Uelzen. Im Landkreis Uelzen gibt es den ersten bestätigten Fall der so genannten Schweinegrippe. Bei der erkrankten Person handelt sich um einen achtjährigen Jungen, der gemeinsam mit seinen Eltern auf der Insel Mallorca Urlaub gemacht hatte. Nach seiner Rückkehr hatte der Junge grippale Symptome mit Fieber gezeigt. Ein Schnelltest einer Kinderärztin hatte daraufhin ein positives Ergebnis für Influenza A ergeben – also für das neue Influenza-Virus A/H1N1 (die so genannte Schweinegrippe). Der anschließende Bestätigungstest im Landesgesundheitsamt war dann ebenfalls positiv. Das hat die Behörde dem Gesundheitsamt Uelzen/Lüchow-Dannenberg am vergangenen Samstag, 18. Juli, telefonisch bestätigt. Die schriftliche Bestätigung des Testergebnisses wird für morgen erwartet.

Das Kind wird jetzt mit Medikamenten behandelt und ist nach Angaben von Amtsarzt Dr. Gerhard Wermes bereits auf dem Wege der Besserung. Die Familie steht für die nächsten Tage unter Quarantäne und darf das Haus nicht verlassen. Die Überwachung und Betreuung erfolgt durch das gemeinsame Gesundheitsamt der Landkreise Uelzen und Lüchow-Dannenberg. Eine Gefahr für die Bevölkerung besteht nach Angaben von Amtsarzt Dr. Wermes zurzeit nicht.

Ein weiterer Verdachtsfall im Landkreis Uelzen wird derzeit untersucht. Betroffen ist ein 14-jähriger Junge, der ebenfalls aus Spanien aus dem Urlaub zurückgekehrt ist. „Generell gefährdet sind aktuell offenbar besonders Reiserückkehrer aus Spanien. Sie sollten auf erste Anzeichen achten, die auf eine Grippe hinweisen könnten“, so der Amtsarzt.

Um die Ansteckungsgefahr so gering wie möglich zu halten, empfiehlt das Gesundheitsamt die Einhaltung allgemeiner Hygienemaßnahmen wie zum Beispiel das regelmäßige und gründliche Waschen der Hände mit Seife (jedes Mal 20 bis 30 Sekunden, auch zwischen den Fingern) sowie das hygienische Husten. Das heißt, bei Husten muss Abstand zu anderen Personen gehalten werden. Außerdem sollte nicht in die Hand, sondern in ein Einmaltaschentuch oder in die Armbeuge gehustet werden. Darüber hinaus sollten sich Personen, die grippeähnliche Symptome aufweisen – dazu zählt plötzlich auftretendes hohes Fieber (über 38 Grad Celsius), schweres Krankheitsgefühl, Husten oder Gliederschmerzen – mit ihrem Hausarzt in Verbindung setzen, am Besten zunächst telefonisch.

Weitere Informationen sind erhältlich im Internet auf den Seiten der
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung www.bzga.de, dem
Robert Koch Institut www.rki.de sowie dem
Niedersächsischen Landesgesundheitsamt www.nlga.niedersachsen.de.

Bei dringenden Fragen können sich besorgte Bürgerinnen und Bürger unter der Rufnummer 0581/82-462 auch direkt an das Gesundheitsamt in Uelzen wenden.

Quelle: Landkreis Uelzen – Pressestelle

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