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Uelzen: Neuordnung der Schulstruktur – Landkreis beginnt mit erforderlichen Vorarbeiten

Pressemeldung vom 26. Januar 2011, 11:37 Uhr

Das Schul- und Kulturamt des Landkreises Uelzen hat damit begonnen, die aktuellen Einwohnerzahlen aus dem Geburtszeitraum 1. August 2004 bis 30. September 2010 zu ermitteln. Auf diese Weise soll festgestellt werden, wie viele Kinder in den nächsten sechs Jahren eingeschult werden. Hintergrund ist das Vorhaben der Niedersächsischen Landesregierung, die Schulstruktur neu zu ordnen und die so genannte „Oberschule“ als neue Schulform im Niedersächsischen Schulgesetz zu verankern. Für die Umwandlung einer Haupt-, Real- oder Gesamtschule in eine Oberschule müssen nach den bisherigen Gesetzentwürfen bestimmte Mindestzahlen pro Jahrgang erreicht werden. Diese liegen für Oberschulen ohne gymnasialen Zweig bei mindestens 48 Schülerinnen und Schülern, für Oberschulen mit gymnasialem Zweig bei mindestens 75 Schülerinnen und Schülern pro Jahrgang.

„Es zeichnet sich aber ab, dass die bislang vorgesehene Jahrgangsgröße nicht in allen Schulen, die sich in unserer Trägerschaft befinden, erreicht wird“, so Kerstin Hagelstein, Leiterin des Schul- und Kulturamtes des Landkreises Uelzen. „Doch selbst, wenn die jetzt zu ermittelnden Mindestzahlen erreicht beziehungsweise überschritten würden“, so Hagelstein weiter, „ermöglicht dies nicht automatisch die Umwandlung in eine Oberschule“. Vermutlich sei anschließend eine Elternbefragung erforderlich, aus der hervorgehe, wie viele der betreffenden Kinder nach der Grundschule ein Gymnasium oder eine Oberschule besuchen werden. Dies müsse bei den jetzt zu ermittelnden Gesamtzahlen berücksichtigt werden. Für die Errichtung einer Oberschule mit gymnasialem Zweig muss nach den bisherigen Gesetzentwürfen auch die Zustimmung der Stadt Uelzen eingeholt werden.

Aus diesem Grund hat das hiesige Schul- und Kulturamt darüber hinaus bereits eine Abfrage bei den insgesamt sieben in Frage kommenden Schulen in der Trägerschaft des Landkreises gestartet, ob sie die Errichtung einer Oberschule mit oder ohne gymnasialem Zweig wünschen. Befragt wurden jeweils die beiden Hauptschulen in Bodenteich und Ebstorf, die beiden Realschulen in Bodenteich und Ebstorf, die beiden Haupt- und Realschulen in Suderburg und Rosche sowie die Kooperative Gesamtschule in Bad Bevensen.

Sollten Schulen, die sich in der Trägerschaft des Landkreises befinden, den Wunsch haben, in eine Oberschule umgewandelt zu werden (und die entsprechenden Voraussetzungen erfüllen), werden sowohl der Kreiselternrat und die Kreisschülervertretung als auch die politischen Gremien des Landkreises darüber beraten, beschreibt Kerstin Hagelstein den möglichen Fortgang eines solchen Verfahrens. Abschließend müsse jedenfalls der Landkreis als Schulträger die Errichtung einer Oberschule bei der Landesschulbehörde beantragen.

Nach dem bisherigen Gesetzentwurf soll den Schulträgern die Errichtung von Oberschulen ab dem Schuljahr 2011/2012, also ab dem 1. August 2011, ermöglicht werden.

Quelle: Landkreis Uelzen

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