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Uelzen: Heimaufsicht für den Landkreis Uelzen zieht positive Bilanz

Pressemeldung vom 10. November 2010, 11:09 Uhr

In den Jahren 2008 und 2009 war die Situation in den Pflegeinrichtungen des Landkreises insgesamt zufriedenstellend. Das geht aus einem Bericht der für den Landkreis Uelzen zuständigen Heimaufsicht im Gesundheitsamt hervor, der heute im Sozialausschuss offiziell vorgestellt wird.

Danach wurden in dem genannten Zeitraum in keiner Einrichtung derart gravierende Mängel in der Pflegequalität festgestellt, die heimaufsichtsrechtliche Maßnahmen hätten zur Folge haben müssen. Mögliches Verbesserungspotenzial wurde den entsprechenden Einrichtungen durch Beratungen während der Prüfung aufgezeigt.

Im Rahmen der Beratungsgespräche wurde unter anderem darauf hingewiesen, dass der weitere Ausbau spezieller Angebote für Menschen mit Demenz eine qualitative Verbesserung darstellen würde. Insgesamt, so das Fazit, habe sich die Qualität solcher Angebote aber bereits verbessert. In Einzelfällen hat die Heimaufsicht auch die unzureichende Umsetzung entsprechender Expertenstandards festgestellt – zum Beispiel im Bereich Inkontinenz oder Schmerzbehandlung. Aber auch hier konnte durch entsprechende Beratung der Heimaufsicht Abhilfe geschaffen werden.

Sofern im Personalbereich Defizite festgestellt wurden, konnten diese durch entsprechende Maßnahmen der Heimaufsicht beseitigt werden.

Die Mitarbeiter der Heimaufsicht prüften in den Bereichen Medikamentenaufbewahrung, Handläufe, Beleuchtung, Notruf-Anlagen, Arbeitsorganisation und den Umgang mit Bewohnern. Lediglich bei der Protokollierung der Flüssigkeitsversorgung bzw. Ernährung der Pflegebedürftigen wurde beraten.

In allen Einrichtungen war laut Heimaufsicht die Mitwirkung der Bewohnerinnen und Bewohner sichergestellt. Einzelne Fragen und Probleme wurden ebenfalls auf dem Wege der Beratung geklärt. Die Heimaufsicht hat auf Einladung der Heimbeiräte an einzelnen Sitzungen der Heimbeiräte teilgenommen.

Insgesamt haben die Heimaufsicht in den vergangenen beiden Jahren 25 Beschwerden von Heimbewohnerinnen und -bewohnern bzw. deren Angehörigen erreicht. Der größte Teil bezog sich dabei auf die Qualität der zubereiteten Speisen sowie die Sauberkeit der Zimmer bzw. Bekleidung. Darüber hinaus gab es vereinzelt Beschwerden über rauchende Mitbewohner.

Im Landkreis Uelzen stehen flächendeckend 1.797 vollstationäre Pflegeheimplätze in 29 Heimen zur Verfügung. Die Heimaufsicht spricht in diesem Zusammenhang von einer „ausreichenden, ortsnahen Versorgung mit Heimpflegeplätzen“. Zum Stichtag 31.12.2009 waren 1.594 Plätze (Auslastung 88,7 Prozent) belegt. Es besteht also eine Wahlmöglichkeit bei der Auswahl der Heimeinrichtung. In ihrem Bericht geht die Heimaufsicht davon aus, dass es bei der derzeitigen Anzahl an Pflegeplätzen zumindest bis Ende 2011 einen Überhang an Pflegeplätzen geben wird.

Der Landkreis verfügt darüber hinaus seit dem Jahr 2009 über drei gesonderte Tagespflegeeinrichtungen mit insgesamt 48 Plätzen. Die Tagespflegeeinrichtungen befinden sich in der Stadt Uelzen sowie in den Samtgemeinden Bevensen und Wrestedt. In den Tagespflegeeinrichtungen werden ältere Menschen tagsüber betreut und mit Fahrzeugen der Einrichtung abends wieder nach Hause zurück gebracht. Stationäre Hospizplätze gibt es im Landkreis Uelzen dagegen nicht.

Der positive Eindruck der Heimaufsicht wurde auch durch Prüfungen des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen (MDK) bestätigt. Die Benotung des MDK lag im Landkreis Uelzen über dem Landesdurchschnitt von 2,0. Die einzelnen Benotungsergebnisse können im Internet unter der Adresse www.pflegelotse.de eingesehen werden.

Für weitergehende Fragen steht Dr. Gerhard Wermes unter der Rufnummer 0581/82-450 zur Verfügung.

Quelle: Landkreis Uelzen

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