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Theater Bremen GmbH: Premiere im Musiktheater „Rigoletto“

Pressemeldung vom 13. Oktober 2015, 11:02 Uhr

Am 24. Oktober um 19.30 Uhr im Theater am Goetheplatz – Michael Talke inszeniert die Oper von Giuseppe Verdi – Claudio Otelli singt die Titelpartie
Mit Giuseppe Verdis „Rigoletto“ hat im Monat Oktober bereits die zweite Musiktheater-Produktion im Theater am Goetheplatz Premiere. Es inszeniert Michael Talke, der dem Publikum im vergangenen Jahr einen fulminanten „Liebestrank“ beschert hat und sich nun der dunklen Seiten der italienischen Oper widmet; die musikalische Leitung hat der 1. Kapellmeister Clemens Heil. Die Titelpartie singt Claudio Otelli, der letzte Spielzeit als Hans Sachs in „Die Meistersinger von Nürnberg“ begeistern konnte und der seit dem Sommer fest am Haus ist. Als Gilda ist Marysol Schalit, als Herzog von Mantua Hyojong Kim und als Sparafucile Patrick Zielke zu erleben.
Giuseppe Verdi schrieb mit „Rigoletto“ die erste der später mit „Il Trovatore“ und „La Traviata“ zur „trilogia popolare“ zusammengefassten Opern, in der er typische Außenseiterfiguren in den Mittelpunkt seiner Komposition stellte und ihr Scheitern in einer oberflächlichen Welt zum Gegenstand machte.

Beruflich ist der verwachsene Rigoletto als Hofnarr vor allem fürs Nachtreten zuständig: Während sein Chef, der Herzog von Mantua, die Verführung möglichst vieler Gattinnen und Töchter ins Zentrum seines Interesses gestellt hat, macht sich Rigoletto über deren Ehemänner und Väter lustig. Als Privatmann kümmert er sich im Gegensatz dazu liebevoll um seine Tochter Gilda. Dass sich dieses menschliche Kleinod nicht für immer vor der Rache der Hofherren und dem Verlangen des Herzogs verstecken lässt, liegt nahe. Und so passiert, was passieren muss. Rigolettos sauber getrennte Welten sind zerstört, und er sinnt auf blutige Rache. Aber die einzige Gewissheit des Clowns ist sein Scheitern.

Dramaturg Ingo Gerlach zur Bremer Neuproduktion, die sich wirkungsästhetisch mit der Drastik von Horrorfilmen beschäftigt: „Um Rigolettos Buckel auf der Bühne wieder verstehen zu können, muss man auch in den Mitteln monströs werden. Es geht nicht um einen niedlichen Disney-Quasimodo, sondern wir versuchen, ein echtes Monster auf die Bühne zu stellen – denn nur in diesem drastischen Widerspruch funktioniert die Musik.“
Michael Talke wurde 1965 in Mainz geboren und studierte Geschichte, Neue Literatur und Theaterwissenschaften in München. Seit 1996 ist er freischaffender Regisseur für Schauspiel und Oper. Unter anderem arbeitete er am Deutschen Theater Berlin, am Luzerner Theater, Schauspiel Hannover, Thalia Theater Hamburg, an den Schauspielhäusern Köln und Düsseldorf, in Saarbrücken, Aachen und Braunschweig. In Bremen arbeitet Michael Talke bereits seit vielen Jahren. In der vergangenen Spielzeit inszenierte er Gaetano Donizettis Melodramma „L’elisir d’amore (Der Liebestrank)“, davor „Wunschkonzert“ und „Monster“.

Premiere: 24. Oktober 2015, 19.30 Uhr im Theater am Goetheplatz; 19 Uhr Einführung

Regie: Michael Talke
Musikalische Leitung: Clemens Heil
Bühne: Barbara Steiner
Kostüme: Regine Standfuss
Chor: Daniel Mayr
Dramaturgie: Ingo Gerlach

Mit: Claudio Otelli, Hyojong Kim, Marysol Schalit, Ks. Loren Lang, Daniel Ratchev, Pauline Jacob, Jörg Sändig, Wolfgang von Borries, Patrick Zielke, Nathalie Mittelbach
Es spielen die Bremer Philharmoniker, es singt der Chor des Theater Bremen

Quelle: Theater Bremen GmbH

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