Energiewechsel

Theater Bremen GmbH: „Il barbiere di Siviglia“

Pressemeldung vom 17. Oktober 2016, 12:30 Uhr

Oper von Gioacchino Rossini hat am 22. Oktober um 19.30 Uhr im Theater am Goetheplatz Premiere – Michael Talke inszeniert, Olof Boman dirigiert Nach dem erfolgreichen „Parsifal“ zur Spielzeiteröffnung kommt es am Samstag, 22. Oktober, zur zweiten Premiere im Musiktheater. Michael Talke inszeniert Gioacchino Rossinis Komische Oper „Il barbiere di Siviglia“. Damit übernimmt der Regisseur nach „L’elisir d’amore“ und „Rigoletto“ erneut einen italienischen Opern-Klassiker. Die musikalische Leitung hat der Schwede Olof Boman, der nach Vivaldis „Orlando furioso“, Händels „Oreste“ und Donizettis „Maria Stuarda“ bereits zum vierten Mal in Bremen dirigiert. Als Rosina ist Nerita Pokvytyte, als Graf Hyojong Kim, als Bösewicht Bartolo Patrick Zielke und als Barbier Neuzugang Birger Radde in seiner ersten großen, neu einstudierten Rolle zu sehen.

Es sind erst die Fehler, die ein System entlarven, sagt Dramaturgin Isabelle Becker – die Schraube, die locker sitzt oder eine Feder, die unkontrolliert zurückschnellt. Die Komödie baut auf solche Fehler, in ihrem politischen, sozialen oder spielerischen Räderwerk folgt sie ganz eigenen Gesetzen und Regeln. Sie steht nicht für das alltägliche Leben, ist höchstens eine Illusion davon. Ihr Ursprung aber liegt in der menschlichen Sphäre des Lebens: im Spiel des Kindes, im menschlichen Versagen, in der scheinbaren Unüberwindbarkeit des trägen Körpers. „Il barbiere di Siviglia“ zeigt eine Gesellschaft, die aus dem Tritt gekommen ist, in der die Mechanik des Systems – und damit vor allem die Musik Rossinis – unerbittlich weiterrattert, während einige dem Tempo erliegen oder bei ihrer Suche nach Liebe und Geld auf der Strecke bleiben.

Diese Welt in Rossinis Komischer Oper (nach der Komödie „Le Barbier de Séville ou La Précaution inutile“ von Pierre-Augustin Caron de Beaumarchais), die zeitlich vor Mozarts „Die Hochzeit des Fiagro“ angelegt ist, duldet kein Erstarren, weshalb die rasanten Rhythmen und virtuosen Melodien unter der Leitung des Barockspezialisten Olof Boman stets zu neuen Verwirrspielen und komischen Automatismen antreiben. Regisseur Michael Talke setzt in seiner neuen Inszenierung denn auch optisch auf jene Rhythmen und mechanischen Wirkungen der Musik – als Spielmotor für Figuren und Bühne. Michael Talke, geboren 1965, geboren, studierte Geschichte, Neue Literatur und Theaterwissenschaften in München. Von 1992 bis 1996 war er Regieassistent bei Frank Castorf an der Volksbühne am Rosa Luxemburg Platz Berlin. Seit 1996 ist er freischaffender Regisseur für Schauspiel und Oper. Er war unter anderem am Deutschen Theater Berlin, am Luzerner Theater, am Schauspiel Hannover, am Thalia Theater Hamburg, an den Schauspielhäusern Köln und Düsseldorf, dem Saarländischen Staatstheater Saarbrücken, dem Theater Aachen, dem Deutschen Nationaltheater Weimar, dem Staatstheater Braunschweig und dem Schauspiel Leipzig engagiert. Am Theater Bremen inszenierte er zuletzt Donizettis komische Oper „L’elisir d’amore“ und Verdis „Rigoletto“.

Premiere: 22. Oktober 2016, 19.30 Uhr im Theater am Goetheplatz

Regie: Michael Talke Musikalische Leitung: Olof Boman Bühne: Barbara Steiner Kostüme: Regine Standfuss Chor: Alice Meregaglia Dramaturgie: Isabelle Becker

Mit: Hyojong Kim, Patrick Zielke, Nerita Pokvytyte, Birger Radde, Christoph Heinrich, Nathalie Mittelbach, Iryna Dziashko, Zoltán Melcovics, Daniel Ratchev sowie Guido Gallmann

Es spielen die Bremer Philharmoniker, es singt der Herrenchor des Theater Bremen.

Weitere Termine unter www.theaterbremen.de

Quelle: Theater Bremen GmbH

Share on Facebook Share on Google+

 Hinweis