Energiewechsel

SOS-Kinderdorf e.V.: Hilfe, mein Kind ist betrunken!

Pressemeldung vom 16. September 2013, 12:56 Uhr

Tipps der SOS-Beratungsstelle Friesland für den Umgang mit dem Thema Alkohol
„Erfahrungsgemäß kommen die meisten Heranwachsenden das erste Mal mit Alkohol in Kontakt wenn sie zwischen 10 und 14 Jahren alt sind, sehr häufig geschieht dies im familiären Raum.

Jugendliche haben viele gute Gründe zu trinken: sie möchten zum Beispiel dazu gehören, sich ausprobieren, selbst bestimmen, etwas erleben, Langeweile füllen, Hemmungen überwinden“, stellt Diplom-Psychologe Guido Naendorf fest.
Was aber tun, wenn der Jugendliche betrunken von einer Feier oder vom Discobesuch zurückkehrt?

„Zunächst gilt: Bewahren Sie Ruhe! Es ist normal, dass es gerade in der Pubertät zu solchen durchaus problematischen Situationen kommt. Vorwürfe und Vorhaltungen entlasten zwar die Eltern von ihrem inneren Druck, helfen aber sonst nicht weiter, sondern erschweren sogar den Kontakt zum Jugendlichen“, weiß Diplom-Pädagogin Anke Karpuschewski.

„Sprechen Sie mit Ihrem Sohn oder Ihrer Tochter im ruhigen und sachlichen Ton, vielleicht erst ein paar Tage später. Sofern der Jugendliche nur selten zum Alkohol greift, sollten Sie es nicht dramatisieren“, rät Diplom-Pädagoge Reiner Würdemann, „es allerdings im Blick behalten.“

„Wichtig für die Heranwachsenden ist es, dass sie sich in ihrer Familie verstanden und unterstützt fühlen, mitbestimmen können und verlässliche, begründete Grenzen erfahren“ unterstreicht Diplom-Sozialpädagogin Beatrix Bender. „Überdenken Sie auch Ihren eigenen Umgang mit Alkohol.“

Der Kinder-und Familientherapeut Bernd Konczalla fügt an: „Gestalten Sie Ihr Familienleben so, dass es sinnvolle Beschäftigung gibt, trauen Sie Ihren Jugendlichen zu, eigene Lösungen zu finden und beteiligen Sie sie an Planungen, aber auch an häuslichen Pflichten.“

Wenn Sie weitere Fragen zur Erziehung, zur Pubertät oder zu anderen Familienthemen haben, können Sie sich kostenfrei an die SOS-Beratungsstelle für Eltern, Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene in Jever (04461/3050) oder in Varel (04451/5117) wenden. Nähere Informationen auch unter www.sos-hilfeverbund-wilhelmshaven.de <http://www.sos-hilfeverbund-wilhelmshaven.de>

Quelle: SOS-Kinderdorf e.V.

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