Energiewechsel

Samtgemeinde Hagen: Erfolgreiche Aufnahme in das begehrte Städtebau-Förderprogramm

Pressemeldung vom 17. September 2013, 11:03 Uhr

Das Programm „Kleinere Städte und Gemeinden“ schafft neue Fördermöglichkeiten für die zukünftige Einheitsgemeinde

In Niedersachsen stehen fast alle Kommunen durch den demographischen Wandel vor großen Herausforderungen. Die Samtgemeinde Hagen hat diesen unmittelbaren Handlungs-bedarf frühzeitig erkannt und sich auf Initiative der Samtgemeindebürgermeisterin Susanne Puvogel bereits im vergangenen Jahr für die Aufnahme in das Programm „Kleinere Städte und Gemeinden“ beworben. Ziel des Programms ist die langfristige Sicherung der Lebens- und Wohnqualität und der Anpassung der infrastrukturellen Daseinsvorsorge an den demographischen Veränderungsprozess.

Obwohl die Bevölkerungszahlen in der Samtgemeinde Hagen zurzeit noch stagnieren, geht die Zahl junger Menschen zurück. Die Zahl der über 65-Jährigen steigt in der Samtgemeinde hingegen stark an. Damit gehen viele Folgeprobleme einher, z.B. dass die Infrastruktur-kosten nicht nur von weniger, sondern vor allem von weniger jungen Menschen getragen werden müssen. Da die daraus resultierenden gravierenden Folgen auch in vielen anderen Kommunen vorkommen, stellt das Land Niedersachsen Finanzhilfen für die Planung und Umsetzung investiver Maßnahmen zur Sicherung und Entwicklung der sozialen und städtebaulichen Infrastruktur zur Verfügung. Voraussetzung, um von den vom Land und vom Bund bereitgestellten Mitteln zu profitieren, war erst einmal eine umfassende Bewerbung zur Aufnahme in das Programm.

In diesem Sommer verkündete das niedersächsische Sozialministerium, dass die Samtgemeinde Hagen in das Programm aufgenommen wurde. Um in den Genuss dieser Fördermittel z.B. für die Gestaltung des Ortskerns, die Beseitigung baulicher Missstände und den bedarfsgerechten Umbau leerstehender Gebäude, zu kommen, muss zuerst ein Entwicklungs- und Handlungskonzept geschrieben werden. Susanne Puvogel geht davon aus, dass dieses Konzept der neuen Einheitsgemeinde einen reellen Fördervorteil bringt und freut sich über den Erfolg ihrer Initiative. Das Ministerium gibt ihr recht, denn nicht nur dieses Ministerium greift bei seinen Förderentscheidungen darauf zurück, sondern beispielsweise auch das Landwirtschaftsministerium.

„Wir werden unsere öffentlichen und privaten Dienstleistungsangebote so gestalten, dass die Lebensqualität in unserer neuen Einheitsgemeinde erhalten bleibt oder sogar noch verbessert wird“, kündigt Susanne Puvogel an und gibt dabei zu Bedenken, dass dadurch auch dazu beigetragen werden könnte, dass weniger junge Menschen abwandern oder sich vermehrt junge Familien im Gemeindegebiet ansiedeln. Das integrierte Entwicklungs- und Handlungskonzept soll dafür eine Grundlage mit Daten, Fakten und konkreten Projekten und Maßnahmen darstellen.

Um allen Mitgliedsgemeinden zu garantieren, dass ihre Belange berücksichtigt und angepasste Projekte und Maßnahmen in das Konzept aufgenommen werden, finden im Laufe des Oktobers in allen Mitgliedsgemeinden Veranstaltungen statt, auf denen nicht nur über das Programm informiert, sondern allen Interessierten auch die Gelegenheit zur Beteiligung daran gegeben wird, um Ideen und Maßnahmen zur Anpassung und zum Erhalt der Infrastruktur zur Daseinsvorsorge und darüber hinaus zu entwickeln. Den Auftrag zur Erstellung des Entwicklungs- und Handlungskonzeptes sowie des Beteiligungsprozesses erhielten die beiden Planerinnen Birgit Böhm, mensch und region, Hannover und Dr. Christiane Sell-Greiser, Consultants Sell-Greiser GmbH & Ko.KG, Emden.

Über die Termine und die Veranstaltungsorte wird rechtzeitig hingewiesen. Ende des Jahres soll das Entwicklungs- und Handlungskonzept geschrieben sein. „Wenn wir schon den demographischen Wandel nicht aufhalten können, so wollen wir doch versuchen, ihn gemeinsam zu gestalten“, heißt die Losung der Samtgemeindebürgermeisterin.

Quelle: Samtgemeinde Hagen

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