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Region Hannover: IntraRegionale 2016 – Die Region Hannover wird zum Ausstellungsraum – Jury wählt aus über 200 Bewerbungen 33 Landart-Künstler aus

Pressemeldung vom 15. Dezember 2015, 08:50 Uhr

Hannover/Barsinghausen/Burgwedel/Langenhagen/Lehrte/Neustadt/Ronnenberg/Springe/Wedemark/Wunstorf – Gesucht werden elf Künstlerinnen und Künstler für elf Kunstinstallationen an elf Kunstorten von elf Kunstinstitutionen. Grund ist die „IntraRegionale 2016“, ein bisher einmaliges Landschaftskunstprojekt in der Region Hannover. Für die Verwirklichung dieses Projektes haben sich nun erstmals seit ihrem Bestehen zehn Kunstvereine und eine städtische Galerie zusammengeschlossen, um von Juni bis September 2016 temporäre Installationen unter freiem Himmel zu zeigen. „Die IntraRegionale wird aktuelle, hochkarätige Positionen der internationalen Landschaftskunst präsentieren, deren Strahlkraft weit über die Region Hannover hinaus gehen wird“, verspricht Projektleiter Frank Nordiek vom Atelier LandArt. Die Ausstellung ist eingebunden in das Programm 2016 der „Gartenregion Hannover“.

Die Auswahl der teilnehmenden Künstlerinnen und Künstler erfolgt in drei Stufen. Nach einem internationalen „Call for artists“ am 1. Oktober hat am vergangenen Wochenende ein erstes juriertes Auswahlwahlverfahren stattgefunden. Aus über 200 eingegangenen Bewerbungen hat eine unabhängige Expertenjury 33 Künstlerinnen und Künstler anhand von Referenzarbeiten ausgewählt, die nun aufgefordert sind, in den nächsten Monaten konkrete Entwürfe für ausgewählte Naturräume einzureichen. Die Bewerbungen erreichten Hannover nicht nur aus dem europäischen Ausland wie Österreich, Frankreich, England, Holland oder Dänemark, sondern auch aus den USA, Chile, Kolumbien, Brasilien und China. „Wir sind positiv überrascht von der hohen künstlerischen Qualität der eingesandten Arbeiten“, freut sich Projektleiter Frank Nordiek vom Atelier LandArt. Ein wichtiges Kriterium für die Auswahl der Künstler sei für die Jury der eindeutige Bezug der Referenzobjekte zu der sie umgebenden Landschaft gewesen. Thema oder zu verwendende Materialien hätten dagegen keine Rolle gespielt.
In einem zweiten jurierten Auswahlprozess im März 2016 werden von den 33 eingereichten Entwürfen schließlich elf ausgewählt, die ab Mai nächsten Jahres an elf verschiedenen Orten aufgebaut werden. Vom Deister über die Leineaue bis hin zum Steinhuder Meer wird sich in den Sommermonaten die Region Hannover in einen naturnahen Erlebnisraum verwandeln. Elf Land-Art-Objekte laden dann den Besucher zu einer kulturellen Entdeckungsreise der ganz besonderen Art ein. So werden unter anderem in der Stadt Hannover die Herrenhäuser Gärten und in Barsinghausen das Bullerbachtal oder der renaturierte Zechenpark aus der Zeit des Steinkohlebergbaus zum Kunstschauplatz werden.
„Die IntraRegionale 2016 leistet einen besonderen Beitrag zu unserem Jahres-Motto ‚Landschaftserlebnisse‘ im Rahmen der Gartenregion Hannover. Die Kulturlandschaft unserer Region mit ihren vielfältigen naturräumlichen Gegebenheiten, ihrer Schönheit und Einzigartigkeit wird durch die hochkarätigen Kunstobjekte in besonderer Weise zur Geltung gebracht“, betont Prof. Dr. Axel Priebs, Erster Regionsrat und Dezernent für Umwelt, Planung und Bauen der Region Hannover.
Die Stiftung Niedersachsen als weiterer Förderer des Kunstprojektes überzeuge neben der inhaltlichen Konzeption ebenfalls die dezentrale Ausrichtung, die den Charakter der flächenmäßig großen Kulturlandschaft der Region Hannover hervorhebe. „Die internationale Ausschreibung und der Auswahlprozess lassen elf künstlerisch anspruchsvolle Installationen erwarten. Die Wahl von Landschaftsräumen als Ausstellungsorte stärkt die Position und Entwicklung der Gartenregion Hannover“, ergänzt Dr. Tabea Golgath von der Stiftung Niedersachsen.
„Zudem ist die Vernetzung mit zehn weiteren Kunstvereinen der Region eine große Chance für die Stärkung der Kultur in der Region. Gerade die ehrenamtlich agierenden Kunstvereine bekommen durch dieses Projekt die Möglichkeit einer breiten Darstellung in der Öffentlichkeit“, ergänzt Eckhart Lies vom Verein Kunst und Begegnung Hermannhof und erhofft sich auch für die Zukunft einen regen Austausch unter allen Projektbeteiligten.
Den Austausch untereinander findet auch Anja Römisch, Geschäftsführerin Stiftung Kulturregion Hannover, wichtig: „Die IntraRegionale ist zweifellos ein besonderes Projekt in der Kunstlandschaft der Region Hannover, da es kleine und große, urbane und ländliche, haupt- und ehrenamtlich geführte Kunstvereine erstmals in einem gemeinsamen Projekt miteinander vernetzt. Wir sind schon sehr gespannt auf die endgültige Auswahl der künstlerischen Positionen durch die Jury. Erst dadurch wird sichtbar und erahnbar, wie sich Kunst und ausgewählte Landschaftsräume in ein spannendes Wechselspiel begeben werden. Das Projekt liegt uns am Herzen und wir begleiten es daher mit besonderem Interesse.“

Auch die Nord/LB Kulturstiftung fördert die IntraRegionale 2016 als innovatives Projekt der Landschaftskunst, das erstmalig in der Region Hannover stattfindet, unterschiedliche Standorte und Kulturinstitutionen miteinander verbindet und ihren Besuchern zahlreiche Beteiligungsmöglichkeiten bietet.

Eröffnet wird die IntraRegionale 2016 mit einer gemeinschaftlich ausgerichteten Vernissage aller elf beteiligten Kunstvereine am 12. Juni nächsten Jahres. Bis September 2016 wird während der dreimonatigen Landschafts-Kunstausstellung ein buntes Programm mit Fahrradtouren, Kunstpicknicks, Werk- und Künstlergesprächen, Bustouren, Diskussionsforen, Führungen und Workshops die Besucher zum Mitmachen und Miterleben einladen.
Finanziell unterstützt wird das Projekt von der Region Hannover, der Stiftung Kulturregion, der Stiftung Niedersachsen und der Nord/LB Kulturstiftung.

Quelle: Region Hannover

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