Energiewechsel

Region Hannover: Gleichstellungspolitik in Europa

Pressemeldung vom 23. August 2016, 13:57 Uhr

Status Quo und Zukunft – Diskussionsveranstaltung im Regionshaus am 26.8.

Steht die EU-Gleichstellungspolitik, die einst Motor war für die Mitgliedstaaten, heute im Stillstand? Dieser Frage widmet sich die gemeinsame Veranstaltung vom Europäischen Informations-Zentrum Niedersachsen, dem Landesfrauenrat Niedersachsen und dem Team Gleichstellung der Region Hannover am Freitag, 26. August, 15 Uhr, Haus der Region, Raum N003, Hildesheimer Straße 18, 30169 Hannover.

Nach der Begrüßung von der stellvertretenden Regionspräsidentin Michaela Michalowitz führen Impulsreferate in die aktuelle Debatte über die Gleichstellungsstrategie in Europa ein. Im Anschluss haben die Teilnehmenden die Möglichkeit, sich in kleinen moderierten Arbeitsgruppen über Perspektiven und Zukunftswünsche zur Gleichstellungspolitik in der EU auszutauschen. Das Ende der Veranstaltung ist für circa 18 Uhr angesetzt.

Interessierte sowie Vertreterinnen und Vertreter der Medien sind herzlich eingeladen.

Die EU-Gleichstellungsstrategie 2010 bis 2015 hatte die fünf Schwerpunkte Wirtschaft und Arbeitsmarkt, gleiches Entgelt, Gleichheit in Führungspositionen, Bekämpfung geschlechterspezifischer Gewalt und Förderung der Gleichheit der Geschlechter außerhalb der EU. Cornelia Klaus, Vorsitzende vom Landesfrauenrat Niedersachsen e.V., macht deutlich: „Gleichstellungsstrategie braucht eine verbindliche Verankerung in den EU-Leitlinien, um das Ungleichgewicht in der Gleichstellung von Frauen und Männern abzubauen. Der Landesfrauenrat setzt sich dafür ein, dass die EU und damit die nationale Ebene bis hin zur kommunalen Ebene die Gleichstellung von Frauen und Männern systematisch berücksichtigt.“

Petra Mundt, Gleichstellungsbeauftragte der Region Hannover: „Themen wie Entgeltgleichheit, gleichberechtigte Teilhabe am Arbeitsmarkt und Frauen in Führungspositionen werden auch weiterhin nicht ohne Unterstützung aus Europa auskommen – dafür brauchen wir starke Mitstreiterinnen.“

Derzeit ist die EU aber uneins in der Gleichstellungspolitik und so lässt eine neue Strategie auf sich warten, allen Forderungen der Europäischen Frauenlobby (EWL) zum Trotz. Cornelia Zügge vom Europäischen Informations-Zentrum in der Niedersächsischen Staatskanzlei betont: „Das Thema Gleichstellung in der EU ist kein alter Hut. Es gibt nach wie vor Handlungsbedarf, denn eine wirkliche Gleichstellung ist längst noch nicht realisiert. Die EU muss einen verbindlichen Rahmen schaffen, um die Gleichstellungspolitik in den Mitgliedstaaten voran zu bringen.“

Quelle: Region Hannover

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