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PETA Deutschland e.V.: Töten als „Zeitvertreib“ – PETA kritisiert Jagdmesse in Hannover und fordert Ende der Hobbyjagd in Deutschland

Pressemeldung vom 1. Dezember 2015, 12:28 Uhr

Hannover / Stuttgart, 1. Dezember 2015 – Tödliches Hobby: Ab diesem Donnerstag findet auf dem Messegelände in Hannover die Messe „Pferd & Jagd“ statt. PETA Deutschland e.V. kritisiert die Veranstaltung und ruft dazu auf, die Messe zu meiden. Hobbyjäger töten Tiere vornehmlich im Rahmen einer „Freizeitbeschäftigung“ und fügen den empfindsamen Lebewesen dabei häufig erhebliche Schmerzen zu. Obwohl es keinen nachvollziehbaren Grund für die Jagd in deutschen Wäldern gibt, werden bundesweit jedes Jahr mehr als fünf Millionen Wildtiere sowie mehrere hunderttausend Hunde und Katzen von Jägern getötet. Zudem werden im deutschsprachigen Raum jährlich mehrere Dutzend Menschen von Jägern verletzt oder getötet. Die Tierrechtsorganisation fordert ein Verbot der Hobbyjagd in Deutschland.
„Das Erschießen von Tieren als eine Art unterhaltsamen Freizeitsport anzupreisen ist geschmacklos“, so Vanessa Reithinger, Fachreferentin für Wildtiere bei PETA Deutschland e.V. „Unter dem Deckmantel der ‚Naturverbundenheit‘ verursacht Jagen unermessliches Leid – jedes Jahr werden viele Tiere durch Fehlschüsse getroffen und sterben oftmals einen langsamen und qualvollen Tod.“
Zahlreiche wissenschaftliche Studien belegen, dass die Jagd nicht dazu geeignet ist, Wildpopulationen dauerhaft zu regulieren. Wissenschaftler wiesen nach, dass in bejagten Wildschweinpopulationen die Geschlechtsreife der weiblichen Tiere früher eintritt, was die Geburtenrate ansteigen lässt.[1] Demnach bedingt ein hoher Jagddruck, dass sich in dem Gebiet die Population der betreffenden Wildtiere erhöht. Auch der renommierte Biologe Prof. Dr. Josef Reichholf sieht aus wildbiologischer Sicht keine Notwendigkeit in der Jagd: Die nahezu ausgerotteten Wölfe müssen nicht durch menschliche Jäger ersetzt werden, da eine natürliche Regulation der im Wald wohnenden Tierpopulationen durch Umwelteinflüsse wie Witterung, Nahrungsverfügbarkeit oder Krankheiten stattfindet.
PETA weist darauf hin, dass den rund 350.000 Hobbyjägern in Deutschland nur etwa 1.000 Berufsjäger, vor allem Forstbeamte, gegenüberstehen.

Quelle: PETA Deutschland e.V.

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