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Peine: Stadt Peine erwirbt Vöhrumer Pfarrhaus

Pressemeldung vom 3. Januar 2011, 10:54 Uhr

Bereits seit geraumer Zeit steht die Stadt mit der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde bezüglich des Erwerbs des Pfarrhauses in Vöhrum im Kontakt. Der Ortsrat hat sich in seiner Sitzung am 06.05.2010 einstimmig für den Grunderwerb ausgesprochen. Am 29.12.2010 erfolgte die Vertragsunterzeichnung. Nachdem ein weiterer Bewerber aufgetreten ist, hatte das Kirchenkreisamt beide Interessenten zur Abgabe eines Angebotes aufgefordert. Die Stadt hat den Zuschlag für ihr Angebot in Höhe des Verkehrswertes erhalten.
Das Gebäude soll zu einer Begegnungsstätte für das dörfliche Leben umgebaut werden und auch den bisherigen Nutzern des alten Rathauses zur Verfügung stehen. Über das Grundstück wird eine fußläufige Verbindung zum Ortspark hergestellt, um bei dortigen Veranstaltungen eine Benutzung der WC-Anlagen des jetzigen Pfarrhauses zu ermöglichen.
Der vorhandene Kinderspielplatz bleibt erhalten.
Das alte Rathaus soll im Gegenzug verkauft werden. Erste Verhandlungen hierzu werden bereits geführt.

Heike Schneider, Vorsitzende des Kirchenvorstands. äußert sich wie folgt zu dem Verkauf.

„Die zurück gehenden Mitgliederzahlen erfordern ein Umdenken der Kirchengemeinden. Die Folgen der sinkenden Gemeindeglieder zeigen sich in Vöhrum in der Kürzung einer Pfarrstelle auf 50% und geringer werdenden Mitteln zur Unterhaltung der Gebäude.
Durch die Pfarrstellenkürzung ist es nicht mehr erforderlich, dass ein Pfarrhaus für den jeweiligen Pastor zur Verfügung stehen muss. Weiterhin wird die Fläche der „erlaubten“ Gemeinderäume anhand der Anzahl der Gemeindeglieder berechnet und daraus die Gelder für die Bauunterhaltung ermittelt. Mit rückläufiger Gemeindegliederzahl, verfügt Vöhrum nach den neuesten Daten über zu viele Räumlichkeiten, für die keine Mittel zu deren Unterhaltung vom Kirchenkreis gezahlt werden.

Das bedeutet, dass es für das „alte“ Pfarrhaus keinerlei Gelder mehr geben wird und die Kirchengemeinde die laufende Unterhaltung und die Erhaltung der Bausubstanz aus eigenen Mittel finanzieren müsste. Diese Leistung ist bei einem über 100 Jahre alten Haus auf lange Sicht nicht zu bewältigen.
Um auf diese Entwicklung zu reagieren und die Vorgaben der Landeskirche Hannover umzusetzen, hat sich der Kirchenvorstand nach intensiver Diskussion, Beratung und Abwägung verschiedener Lösungen entschlossen, sich von wenig genutzten Gebäuden zu trennen und das Pfarrhaus gegenüber der Kirche an die Stadt Peine zu verkaufen.
Nach der Übergabe des Gebäudes zum 1. April wird das Gemeindebüro einen neuen Standort finden. Der Kirchenvorstand arbeitet intensiv an Plänen für eine Lösung, bei der alle Aktivitäten auf dem Grundstück an der Gartenstraße rund um das Gemeindehaus konzentriert werden sollen. Die Gemeinde wird über den Gemeindebrief und die Presse über den jeweils aktuellen Stand der Dinge informiert werden.

Ortsbürgermeister Ewald Werthmann erklärt für den Ortsrat Vöhrum/Eixe/Landwehr seine Freude über den Ankauf des Gebäudes.

„So kommen wir mit unserer Vorstellung, rund um den Dorfpark einen Treffpunkt zu gestalten und den Ortskern zu beleben, ein gutes Stück voran.
Nach einem entsprechenden Umbau soll dies Haus von den Vereinen und dem Ortsrat genutzt werden, weiterhin kann dort der Jugendtreff und der der Heimat- und Kulturverein untergebracht werden.
Positiv ist auch, dass nun das ehemalige Rathaus nicht abgerissen werden muss. Der Ortsrat hält einen Verkauf für die bessere Lösung. So kann das Gebäude einer anderen Nutzung zugeführt werden und bleibt erhalten.
Auch wenn die anstehenden Umbaumaßnahmen am Pfarrhaus Kosten verursachen, so hätten die Alternativen den Haushalt der Stadt deutlich stärker belastet.“

Quelle: Stadt Peine

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