Energiewechsel

Peine: Sauberer Strom für die Fröbelschule

Pressemeldung vom 18. November 2010, 14:01 Uhr

Die Grundschule produziert bald ihren eigenen Strom

Im Rahmen der energetischen Sanierung der Fröbelschule in Telgte wird derzeit auf dem Süd-Ost-Dach des Eingangsgebäudes der Fröbelschule im Auftrag der Stadt Peine eine gebäudeintegrierte Photovoltaikanlage montiert. „Nächste Woche geht die Anlage ans Netz“, kündigt Carsten Grobe, Inhaber des gleichnamigen Architektur- und TGA-Planungsbüros aus Hannover und Planer der Photovoltaikanlage, an. Mit 204 polykristallinen, schwarzen Photovoltaikmodulen und einer Gesamtleistung von rund 28 kWp wird sie im Durchschnitt über 22.000 kWh elektrische Energie pro Jahr produzieren. Das Besondere an der Konstruktion sei, dass die Dachziegel vollständig durch Photovoltaikmodule ersetzt werden. „So spart die Stadt nicht nur zusätzliche Kosten für eine neue Dacheindeckung, die bei einer üblichen Aufdach-Anlage notwendig gewesen wäre; auch Zusatzkosten für eine statische Ertüchtigung der Dachsparren konnten entfallen, da das Eigengewicht des Indach-Photovoltaiksystems lediglich die Hälfte einer herkömmlichen Dacheindeckung ausmacht“, so Grobe. Die wetterdichte PV-Anlage ist vollständig in die Gebäudehülle integriert und schützt die Gebäudesubstanz dauerhaft, da das Glas der Module und die Alu-Edelstahl-Konstruktion langlebiger sind als Dachziegel.

Die Schule wird den nach dem EEG-Gesetz möglichen Eigenverbrauch in Anspruch nehmen, d.h. nur der überschüssige Strom, der nicht direkt von der Schule verbraucht wird, wird in das öffentliche Netz der Stadtwerke eingespeist. Der zusätzliche Strombedarf wird weiterhin über das Netz ausgeglichen. Die Einnahmen aus der Anlage richten sich nach der aktuellen, gesetzlich vorgegebenen EEG-Einspeisevergütung. Die liegt derzeit noch bei 0,3303 Euro pro Kilowattstunde für den eingespeisten Strom. Die Vergütung für den selbst verbrauchten Strom liegt zusammen mit den eingesparten Kosten für den sonst notwendigen Strombezug sogar darüber. „Da zum Januar 2011 die Einspeisevergütung um 13% gesenkt wird, sind wir natürlich froh, dass die Anlage noch dieses Jahr in Betrieb gehen kann“, so Hans-Jürgen Tarrey, Erster Stadtrat von Peine.

Für die Stadt Peine lohnt sich die Investition in eine Photovoltaikanlage aber nicht nur finanziell. Sie setzt auch ein Zeichen für zukunftsfähige Energieversorgung und Umweltschutz, schließlich können durch die PV-Anlage rund 13 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart werden und sie ist eingebunden in ein umfassendes Konzept für eine energieautarke Schule, das in drei Bauabschnitten realisiert wird.

Quelle: Stadt Peine

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