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Peine: Rede von Herrn Bürgermeister Kessler zum Eulenumtrunk des Peiner Freischießen 2009 am 07.07. 2009 um 10.00 Uhr im großen Besprechungsraum des Rathauses

Pressemeldung vom 7. Juli 2009, 13:03 Uhr

Peine. Sehr geehrte Herrn Bürgerschaffer, sehr geehrter Herr Landrat, meine Damen und Herren,

Der Eulenumtrunk am Dienstagvormittag ist das sichtbare Zeichen der engen Verbundenheit zwischen Stadt und dem Freischiessen, zwischen Stadt und den Korporationen, hier vertreten durch höchste Repräsentanten auf beiden Seiten.

Diese Verbundenheit, dieses enge Verzahnung, ist es, was uns von gemeinen Schützenfesten unterscheidet.
Es geht auf der einen Seite durchaus strenger zu, was das Protokoll angeht, aber dadurch auch traditionsreicher und wie ich meine schöner.

Es ist eben nicht ein Schützenfest wie es sie zuhauf in Deutschland gibt, sondern das Freischiessen ist etwas Besonderes, in das viele Menschen, auch wenn sie nicht Mitglied einer Korporation sind, sich eingebunden fühlen.

Dieses Fest – unser absolutes Alleinstellungsmerkmal – hat Charme und Atmosphäre, das ist gewachsen, das findet man so in keiner anderen Stadt – unser Fest mit seiner gut 400-jährigen Tradition ist von daher auch plagiatgeschützt – das kann keiner nachmachen, es sei denn, er nimmt sich auch 400 Jahre Zeit dazu.
Ich will ein kleines historisches Beispiel nennen:

als das Alte Rathaus Ende der Fünfziger aus allen Nähten platzte, weil sich die städtischen Beamten wie die Kaninchen vermehrten, bat man die Schützengilde um Grund und Boden – auf dem seinerzeit das Schützenzelt stand.
Es wurde abgerissen, die Schützengilde bekam neue und schönere Räumlichkeiten, die derzeit wieder zur Sanierung anstehen und 1960 wurde das Neue Rathaus eingeweiht.
Zur Einweihung stifteten die Korporationen dem Bürgermeister diese schöne Amtskette, die nun schon seit fast 50 Jahren getragen wird. – ein weiteres sichtbares Zeichen der Verbundenheit. Die Begründung war schlüssig: wenn die Aktiven der Korporationen in ihren Uniformen ordenbehangen festlich geschmückt marschieren, kann der Bürgermeister nicht so schlicht gekleidet antreten. Stimmt.

Lassen Sie mich auf diese Verbundenheit trinken – erstmalig direkt aus der alten Silbernen Eule.
Nach meinem Vorstoß vom vorigem Jahr, die alte Trinksitten wieder einzuführen, sind wir dieses Jahr noch nicht ganz da, wo ich hin will, aber wir zünden die nächste Stufe: hier oben wird direkt aus der Eule getrunken und im erlauchten Kreis wird zumindest aus der Eule ausgeschenkt.

Ich darf betonen – es ist derselbe Trunk – es wird nicht hier oben Wein und unten Wasser getrunken!

Quelle: Stadt Peine – Pressestelle

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