Energiewechsel

Osterode am Harz: Städte in Fusionsprozess stärker einbinden

Pressemeldung vom 5. Dezember 2013, 09:53 Uhr

Südniedersächsische Bürgermeister stellen Forderungskatalog zur Kreisfusion auf

Die Bürgermeister der südniedersächsischen Mittelzentren Duderstadt, Hann.-Münden und Osterode am Harz, die künftig zum gemeinsamen Landkreis Göttingen gehören, haben in einer gemeinsamen Erklärung die Erwartung geäußert, bei den künftig anstehenden Entscheidungen im Rahmen der Kreisfusion stärker einbezogen zu werden. Darin betonen sie auch ihre Bereitschaft, Kooperationen im künftigen Großkreis Göttingen zu fördern und die Zusammenarbeit zwischen ihren Städten weiter auszubauen. Damit sollen kommunale Dienstleistungen verbessert und die Wirtschaftlichkeit der Verwaltungen gesteigert werden.

In ihrem Statement weisen die Verwaltungschefs darauf hin, dass sich Bürgerinnen und Bürger sehr stark mit ihren Städten und Gemeinden identifizieren – und weniger mit einem Landkreis. Hier, in den Städten, spiele sich auch überwiegend die Daseinsvorsorge ab. Dabei verkennen sie nicht, dass diese Daseinsvorsorge in Zeiten demografischer Veränderungen künftig nicht mehr überall in vollem Umfang sichergestellt werden kann. Daher müsse ein künftiger Schwerpunkt auf Mobilität im ländlichen Raum gelegt werden – intelligente Infrastruktur und ein flexibler Öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV) seien die Grundlage.

Ausdrücklich begrüßen die Unterzeichner den von der Niedersächsischen Landesregierung angekündigten Südniedersachsenplan. Er muss nach ihrer Überzeugung gerade ländlichen Bereichen zugutekommen. Als Beispiele nennen sie neben der Mobilität auch die Versorgung mit schnellem Internet. Die Bürgermeister weisen auf die großen Standort- und Wirtschaftspotentiale in ihren Städten hin. Göttingen sei ein exzellenter Wissenschaftsstandort mit hoher Ausstrahlung – dies müsse für ihre Städte künftig stärker genutzt werden. So könnten z. B. wissenschaftliche Institute auch dort angesiedelt oder dorthin ausgegliedert werden.

Unterschrieben wurde die Erklärung von Klaus Becker (parteilos, Osterode am Harz), Klaus Burhenne (CDU, Hann.-Münden) und Wolfgang Nolte (CDU, Duderstadt). Mittelzentren sind Städte, die mit ihrer Infrastruktur Bedeutung über die Stadtgrenze hinaus haben. Das gilt z. B. für Dienstleistungen einschließlich Verwaltungsaufgaben oder den Einzelhandel und Sport- und Freizeiteinrichtungen.

Quelle: Stadt Osterode am Harz

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