Energiewechsel

Oldenburg: Sinnliches Zeiterlebnis im Oldenburger Pulverturm Die japanische Künstlerin Azusa Ueno zeigt keramische Installation

Pressemeldung vom 9. Juli 2009, 16:50 Uhr

Oldenburg. Das Stadtmuseum Oldenburg präsentiert im Kultursommer 2009 eine besondere Ausstellung aus der Nachwuchskünstlerreihe Keramik im Pulverturm: Unter dem Titel Zeitlinien präsentiert die japanische Künstlerin Azusa Ueno vom 12. Juli bis 9. August im fast 500 Jahre alten Oldenburger Pulverturm eine Installation, die das Moment der Zeit auf sinnliche Weise erfahrbar macht. Ueno, die an der Hochschule für Künste Bremen studierte, wurde dazu unter zahlreichen Nominierungen der führenden Hochschulen für Keramik und Design in Deutschland ausgewählt. Während der Ausstellung ist der Pulverturm freitags von 14 bis 17 Uhr sowie samstags und sonntags von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog, der für 4,90 Euro erhältlich ist. Weitere Infos unter www.oldenburg.de/keramik-im-pulverturm.

Am Sonntag, 12. Juli, 11.15 Uhr, wird die Ausstellung im Pulverturm am Schlosswall im Beisein der Künstlerin von Oldenburgs Bürgermeisterin Rita Schilling und Dr. Sabine Isensee, Leiterin Bildende Kunst, Stadtmuseum Oldenburg, eröffnet.

Dieses Jahr steht Oldenburg ganz im Zeichen von Stadt der Wissenschaft und auch der künstlerische Beitrag von Azusa Ueno setzt hier einen spannenden Akzent, so Rita Schilling.

Die Installation Zeitlinien von Azusa Ueno umfasst zwei Werkgruppen aus Porzellan und Steinzeug, die in eine Wechselbeziehung treten. Auf dem Boden des Pulverturms hat die29-jährige Künstlerin Zeitschleifen aus Porzellan kreiert, die in spielerischer Leichtigkeit Momente der Bewegung bannen. Die rhythmischen Zeichen erinnern an eine dreidimensionale Kalligrafie, die durch puristische Anmut besticht und Zeitlosigkeit ausstrahlt, so Kuratorin Sabine Isensee.

Im Gegensatz dazu steht die Werkgruppe der Craquelés, zartweiße Tafeln aus glasiertem Steinzeug, auf denen die Veränderung der Materie wahrnehmbar ist. Isensee: So können Besucher hier Zeitrisse visuell und auditiv erleben. Sie hören Klänge, die durch das Echo im Gewölbe des Pulverturms noch verstärkt werden. Ein leiser Vorgang, der vom Alltag entrückt und seine eigene Zeit hat.

Azusa Ueno gewinnt den keramischen Werkstoffen neue Seiten ab und wagt eine Grenzüberschreitung, um Zeit und Raum künstlerisch zu verdichten. Durch Staffelung und Formwiederholung in feinen Wandlungen eröffnet sie den Betrachterinnen und Betrachtern einen vielschichtigen Erinnerungsraum, der versucht, das Ungreifbare fühlbar zu machen.

Azusa Ueno, 1979 in Tokyo/Japan geboren, absolvierte von 1998 bis 2002 ein Studium der Keramik an der Okinawa Prefectual University of Arts in Japan. Sie studierte von 2003 bis 2006 Freie Kunst an der Hochschule für Künste Bremen und war dort bis 2007 Meisterschülerin bei Professor Fritz Vehring. Seit 2004 beteiligt sie sich an Ausstellungen und Wettbewerben und erhielt diverse Auszeichnungen. Zurzeit hat Azusa Ueno ein Auslandsstipendium für Junge Künstler von der Pola Art Foundation Japan.

Quelle: Stadt Oldenburg – Pressestelle

Share on Facebook Share on Google+

 Hinweis