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Oldenburg: Literarischer Landgang – Matthias Politycki hat als Stipendiat seine Erkundungsreise angetreten

Pressemeldung vom 9. Oktober 2015, 08:40 Uhr

Das Projekt „Literarischer Landgang“, ein Reisestipendium durch das Oldenburger Land für hochkarätige deutschsprachige Schriftsteller, welches das Literaturbüro Oldenburg auf der Grundlage einer Förderung durch die Kulturstiftung der Öffentlichen Versicherungen Oldenburg vergibt, setzt einen deutlichen Akzent in der bundesweiten Literaturförderung und betont zugleich Regionalität.

Als erster Stipendiat trat der Schriftsteller Matthias Politycki am 05. Oktober seine Erkundungsreise durch das Oldenburger Land an. Bis zum 13. Oktober wird er sich im Gebiet des ehemaligen Landes Oldenburg mit den heutigen Landkreisen Ammerland, Cloppenburg, Friesland, Oldenburg, Wesermarsch und Vechta sowie den kreisfreien Städten Delmenhorst, Oldenburg und Wilhelmshaven bewegen. Diese Region zwischen der Nordseeinsel Wangerooge und den Dammer Bergen, zwischen der Weser und Ostfriesland ist mit einer Fläche von 5.724 km² mehr als doppelt so groß wie das Saarland. Im Oldenburger Land leben etwas mehr als 1 Million Menschen. Einigen von ihnen wird Matthias Politycki als Träger des Landgang-Stipendiums begegnen.

In Oldenburg holte er am Vormittag des 05. Oktober einen PKW ab und machte sich auf den Weg nach Cloppenburg. Von dort führt seine Reise nach Lohne, Oldenburg, Delmenhorst, Nordenham, Horumersiel und Westerstede. Die regionalen Partner des Literaturbüros bei dem Projekt „Literarischer Landgang“ sind das Museumsdorf Cloppenburg, das Industriemuseum Lohne, die Städtische Galerie Delmenhorst, der Verein LiteraturPlus Wesermarsch, die Organisatoren der Horumersieler Literaturtage und der Bahnhofsverein Westerstede.
Matthias Politycki trifft jeweils am Abend in der Stadt ein, die eine Station seiner Reise markiert. Am Folgetag nimmt er die Stadt und ihr Umland in Augenschein. Zur Vorbereitung stellten ihm das Literaturbüro Oldenburg und dessen Partner touristisches Informationsmaterial zur Verfügung. Tagesaktuelle Informationen bezieht er über das E-Paper der Nordwest Zeitung. Vor allem aber möchte er mit den Menschen vor Ort ins Gespräch kommen. Die Anlässe für diese Begegnungen und Gespräche wird er sich selber suchen.

Matthias Politycki gilt als Weltreisender unter den deutschen Autoren: In dem 2001 erschienenen Band „Das Schweigen am andern Ende des Rüssels“ mit Reiseerzählungen berichtet er von fernen Ländern und von unvertrauten Orten, die mal Mongolei, mal Uganda, mal Statesboro, mal World’s End heißen. Den Ruf des Weltreisenden bekräftigte sein 2005 erschienener Kuba-Roman „Herr der Hörner“, der vom Überlebenskampf eines aufgeklärten Europäers in einer von archaischen Ritualen geprägten Kultur erzählt. 2008 veröffentlichte er den Schelmenroman „In 180 Tagen um die Welt“, der aus einer halbjährigen Weltreise mit einem Kreuzfahrtschiff hervorging. Und 2013 erschien „Samarkand Samarkand“, eine wortgewaltige, orientalisch bunte Reise- und Abenteuererzählung.
Ob auch das Oldenburger Land abenteuerliche Erlebnisse für ihn bereithält, werden wir erfahren: Auf der Grundlage seiner Beobachtungen und Erfahrungen der aktuellen Erkundungsreise verfasst Matthias Politycki einen literarischen Reisebericht, einen Essay oder eine Kurzgeschichte. Im Mai und Juni 2016 stellt er den Text zusammen mit Monika Eden, der Leiterin des Literaturbüros Oldenburg, auf den sieben Stationen seiner Erkundungstour bei öffentlichen Literaturveranstaltungen vor. Dann wird sich zeigen, ob den Besuchern dieser Veranstaltungen auch die heimatliche Region, vermittelt durch den Blick des Schriftstellers und die Literarisierung seiner Erlebnisse, zum unvertrauten Ort wird.

literatur büro oldenburg / Monika Eden / e-Mail: literaturbuero@stadt-oldenburg.de
www.literaturbuero-oldenburg.de / Telefon: 0441 – 23 53 014 / Telefax: 0441 – 23 53 415

Quelle: Stadt Oldenburg

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