Energiewechsel

Oldenburg: Gemeinsam trommeln, Kulturen erleben Israelische Jugendliche aus Mateh Asher zu Gast in Oldenburg

Pressemeldung vom 23. Juli 2009, 16:15 Uhr

Oldenburg. Zum Percussion-Workshop Zusammentrommeln Jugendliche aus Orient und Okzident hauen auf die Pauke kommen vier arabische und vier jüdische Jugendliche aus der Partnerkommune Mateh Asher in Israel vom 18. bis 28. Juli nach Oldenburg. Gemeinsam mit gleichaltrigen Oldenburgern experimentieren sie auch mit unkonventionellen Instrumenten und präsentieren am Sonntag, 26. Juli, 15 Uhr, im Rahmen des Oldenburger Kultursommers ihre Musik für konventionelle Schlaginstrumente, Alltagsgegenstände und Schrottperkussion auf der Bühne im Schlossinnenhof. Der Eintritt ist frei. Geleitet wird der Workshop von Axel Fries, renommierter Oldenburger Schlagzeuger und Leiter der Percussionabteilung am Institut für Musik der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg. Veranstalter sind die Deutsch-Israelische-Gesellschaft Oldenburg, klangpol, das Jugendamt sowie das städtische Büro für internationale Beziehungen.

Am Donnerstag, 23. Juli, wurden die Gäste von Kulturdezernent Martin Schumacher im Missionarischen Zentrum in Oldenburg empfangen: Kulturaustauschprojekte wie dieses eignen sich in ganz besonderer Weise zu gegenseitigem Kennen lernen. Nichts verbindet so sehr wie die gemeinsame künstlerische Arbeit. Dabei werden nicht nur die Unterschiede, sondern vor allem auch die Gemeinsamkeiten der verschiedenen Kulturen erlebbar, so Schumacher.

Über die Sprachgrenzen hinweg und in der gemeinsamen Erfahrung des unkonventionellen Musizierens soll sich in Oldenburg zeigen, was die Jugendlichen voneinander trennt und was sie dennoch vereint, sagt Paula von Sydow, Mitorganisatorin des Projekts vom Büro für internationale Beziehungen der Stadt Oldenburg.

Der Workshop geht von der Annahme aus, dass Musik jederzeit und überall möglich ist und dass Musikinstrumente im herkömmlichen Sinn hierfür keine Voraussetzung sind. Praktisch alles, was uns im Alltag umgibt, kann als Klangquelle von eigener Ästhetik genutzt werden, so Paula von Sydow. Im Workshop gehe es in erster Linie um die Klangerforschung und darum, spezielle Spieltechniken auszuprobieren. Musik solle so mit Alltagsgegenständen, gefundenen oder selbstgebauten Instrumenten erzeugt werden. Die musikalische Umsetzung bewegt sich dabei im Spannungsfeld von Improvisation, mehr oder weniger offenen Spielkonzepten bis hin zu Kompositionen, die gemeinsam erarbeitet werden.

Der Partnerlandkreis Mateh Asher nimmt aufgrund seiner Multikulturalität eine besondere Rolle in Israel ein. So haben die Kultureinrichtungen des Landkreises schon häufig landesweit durch ihre Bemühungen um das Miteinander besonders der jüdischen und arabischen Bevölkerung von sich Reden gemacht.

Das gemeinsame Projekt wird unterstützt durch die Eric-und Margarethe-Collins-Stiftung, die GSG Oldenburg und die Oldenburgische Landesbank. klangpol“ wird gefördert durch das Netzwerk Neue Musik, ein Förderprojekt der Kulturstiftung des Bundes.

Quelle: Stadt Oldenburg – Pressestelle

Share on Facebook Share on Google+

 Hinweis