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Lüneburg: Frist für Impfung gegen die Blauzungenkrankheit (BTV-8) endet

Pressemeldung vom 30. Juli 2009, 09:12 Uhr

Lüneburg. Halter von Rindern, Schafen und Ziegen, die der Impfpflicht gegen die Blauzungenkrankheit nicht nachgekommen sind, müssen in den nächsten Tagen mit einer kostenpflichtigen Anordnung des Landkreises Lüneburg rechnen. „Die Impfung ist gesetzlich festgeschrieben. Der Landkreis ist im Rahmen der Tierseuchenbekämpfung verpflichtet, die Impfung flächendeckend durchzusetzen“, erklärt Jochen Gronholz, stellvertretender Leiter des Fachdienstes Veterinär, Lebensmittel- und Gewerbeüberwachung des Landkreises Lüneburg vom Kreisveterinäramt. „Es geht hier um den Schutz der Tiere.“
Der Landkreis Lüneburg hatte alle Besitzer von Rindern, Schafen und Ziegen per Allgemeinverfügung aufgefordert, ihre Tiere bis spätestens 31. Mai 2009 impfen zu lassen. Nach weiteren Bekanntmachungen über die Medien und Erinnerungsschreiben an alle Tierhalter mit impfpflichtigen Tieren seien die Spielräume für den Landkreis nun erschöpft. Der Verstoß gegen die Impfpflicht stellt zudem eine Ordnungswidrigkeit dar, die mit Geldbuße geahndet werden kann. Aus diesem Grund appelliert das Veterinäramt an alle impfpflichtigen Tierhalter, sich umgehend um die Impfung zu kümmern. Denn dadurch soll die Verbreitung der Blauzungenkrankheit möglichst wirkungsvoll und nachhaltig bekämpft werden.
Das Virus kann durch die im Sommer aktiven „Gnitzen“ (kleine Stechmücken) auf alle Wiederkäuer-Arten übertragen werden. Die Gnitzen nehmen das Blauzungenvirus mit dem Blut eines infizierten Tieres auf und können das Blauzungenvirus dann durchs Stechen auf ein gesundes Tier übertragen. Dazu Jochen Gronholz: „Wenn ein Tierhalter seine Tiere nicht gegen die Blauzungenkrankheit impfen lässt, trägt er also zur weiteren Verbreitung des Virus bei.“ Denn nur durch die Impfung könnten Erkrankungen und deren wirtschaftliche Folgeschäden gemindert, die Viruslast in der Population gesenkt und die weitere Ausbreitung zumindest verlangsamt werden. „Jeder Tierhalter muss sich seiner Verantwortung bewusst sein und sollte der Impfpflicht nachkommen.“

Quelle: Landkreis Lüneburg – Pressestelle

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