Energiewechsel

Landkreis Vechta: Neues Hundegesetz in Niedersachsen

Pressemeldung vom 4. Juli 2011, 16:12 Uhr

Gültig ab 1. Juli 2011

Am 1. Juli 2011 treten in Niedersachsen weite Teile des neuen Gesetzes
über das Halten von Hunden in Kraft. Anders als im bisherigen Gesetz
gelten die Regelungen nicht nur für auffällig gewordene oder als
gefährlich eingestufte Hunde.
Das neue Gesetz gilt für alle Hunde, deren Halterinnen und Halter in
Niedersachsen wohnen oder sich länger als zwei Monate hier aufhalten.
Ist eine Firma Halterin, ist der Betriebssitz maßgeblich, an dem das
Tier gehalten wird. Daneben gilt das Gesetz auch für alle Hunde, die in
Niedersachsen geführt werden. Jeder hier gehaltene Hund, der älter als
sechs Monate ist, muss durch einen elektronischen Chip gekennzeichnet
werden. Das Setzen des Chips wird durch Tierärzte vorgenommen. Die
Kosten für die Kennzeichnung betragen zirka 50 Euro.
Für diese Hunde ist außerdem zur Abdeckung möglicher Schäden eine
Haftpflichtversicherung mit einer Mindestversicherungssumme von 500.000
Euro für Personenschäden und von 250.000 Euro für Sachschäden
abzuschließen. Eine Hundehaftpflichtversicherung kostet zwischen 50
Euro und 150 Euro pro Jahr.
Der vielfach als Hundeführerschein bezeichnete Sachkundenachweis für
alle Hunde ist erst zum 1. Juli 2013 erforderlich. Hierzu müssen dann
eine theoretische und eine praktische Sachkundeprüfung bestanden werden.
Eine gute Nachricht für alle langjährigen Hundehalter: Wer nachweisen
kann, zwischen dem 1. Juli 2003 und dem 30. Juni 2013 mindestens zwei
Jahre ununterbrochen einen Hund gehalten zu haben, ist von der
Sachkundeprüfung befreit.
Ebenfalls zum 1. Juli 2013 wird das sogenannte Zentrale Register –
quasi eine zentrale Meldestelle für alle Hunde in Niedersachsen –
eingerichtet. Dann müssen alle Hundehalterinnen und -halter ihre Daten
und die Daten ihrer Hunde einschließlich Beginn und Ende der
Hundehaltung mitteilen.
Für Hunde, die als gefährlich eingestuft werden, sowie deren Halter
gelten die bisherigen Vorschriften auch weiterhin. Einzelne
Anforderungen an den Hund und die Hundehalterinnen und -halter sind
verschärft worden.
Im Landkreis Vechta kann die Zahl der gehaltenen Hunde nur grob
geschätzt werden, da nicht alle Hunde bei den Städten und Gemeinden
gemeldet sind. Es ist von ca. 7.000 Hunden auszugehen.
Mit den Städten und Gemeinden des Landkreises Vechta hat am 28.06.2011
eine Besprechung zum neuen Hundegesetz stattgefunden. Die Änderung des
Hundegesetzes betreffen auch neue Aufgabenzuweisungen für die Städte und
Gemeinden, die zukünftig u. a. für die Überprüfung der Halterpflichten
(Haftpflichtversicherung, Kennzeichnung) zuständig sind. Für die
Überprüfung der Verpflichtungen wurde ein gleiches Vorgehen im
Landkreis Vechta abgesprochen.
Weitere Einzelheiten sowie die Antworten auf die wichtigsten Fragen
können nachgelesen werden auf den Internetseiten des
niedersächsischen Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft,
Verbraucherschutz und Landesentwicklung www.ml.niedersachsen.de.

Quelle: Landkreis Vechta

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