Energiewechsel

Landkreis Hildesheim: Breitbandversorgung im Landkreis

Pressemeldung vom 17. Oktober 2016, 16:42 Uhr

Kreisverwaltung gibt Ergebnisse des Markterkundungsverfahrens bekannt Kreis Hildesheim (lps3) Der Landkreis Hildesheim hat das im Juni eingeleitete Markterkundungsverfahren zur Breitbandversorgung zum Abschluss gebracht. Einigermaßen positiv überrascht zeigt sich Jürgen Flory, zuständig für das Thema Breitband bei der Kreisverwaltung, über die gewonnenen Erkenntnisse, die zugleich auch eine Bestätigung der bisherigen Strategie lieferten, möglichst lange auf Fördermittel und somit Steuergelder zu verzichten. Denn auf den „letzten Metern“ haben sich noch erstaunliche Entwicklungen im eigenwirtschaftlichen Bereich ergeben. Die im Bereich des Landkreises Hildesheim tätigen Telekommunikationsunternehmen haben die vorhandene Breitbandversorgung sowie die in den nächsten drei Jahren vorgesehenen Planungen in diesem Bereich dargelegt. „Hierdurch ist noch einmal richtig Bewegung in diese Thematik gekommen“, freut sich auch der neue Landrat, Olaf Levonen.

Die von den Unternehmen anvisierten eigenwirtschaftlichen Verbesserungen stellen sich laut Markterkundungsverfahren wie folgt dar: Bad Salzdetfurth, Bockenem (außer Mahlum und Wohlenhausen,) Diekholzen und Sibbesse erfahren eine nahezu flächendeckende Versorgung von mindestens 50 Mbit. Nur der Siedlungsbereich Maiental erhält lediglich eine verbesserte Versorgung bis zu 16 Mbit.

Die Ortschaften Coppengrave, Duingen (Teilbereiche), Marienhagen, Weenzen, Freden (Teilbereiche), Winzenburg, Emmerke, Hasede, Ahrbergen, Giesen/Schacht, Gronau, Deinsen, Borsum, Sottrum, Sillium, nördlicher Siedlungsbereich von Lamspringe, Harbarnsen, Evensen, Graste, Woltershausen (die Ortschaft Hornsen wird bis zu 16 Mbit erhalten), Nordstemmen (Teilbereiche), Giften, Heisede, Ruthe, Schliekum, Almstedt, Westfeld, Oedelum, Ahstedt / Garmissen, Garbolzum, Kemme, Dingelbe, Farmsen, Wöhle, Feldbergen, Teile von Hoheneggelsen erfahren allesamt Vectoring-Maßnahmen ab 50 Mbit. In der Gemeinde Söhlde findet zurzeit noch eine eigenwirtschaftliche Prüfung für die Ortschaften Groß Himstedt, Klein Him-stedt, Mölme und Steinbrück statt.

Bei der Auswertung der Ergebnisse ist aber auch anzumerken, dass punktuell in einigen Straßenzügen von Orten und auch bei außerhalb von Ortschaften gelegenen Einzelhäusern eine kaum verbesserte Situation in der Breitbandversorgung eintreten kann. Es gibt auch ganze Ortschaften, die heute eine Internetversorgung von unter 6 Mbit, z.T. sogar nur ISDN-Format haben, sodass hier ein vorrangiger Handlungsbedarf besteht.

Für diese Orte besteht die Perspektive von Fördermöglichkeiten, die auch zu erst zum Tragen kommen sollen. Der Landkreis Hildesheim beabsichtigt nun in Zusammenarbeit mit den betroffenen Gemeinden für folgende Ortschaften Förderanträge zum nächsten Stichtag (15.10.2017) vorzubereiten: Lütgenholzen, Wettensen, Mahlum, Wohlenhausen, Capellenhagen, Fölziehausen, Hoyershausen, Rott, Lübbrechtsen, Everode, Eyershausen, Meimerhausen, Ohlenrode, Schildhorst, Westerberg, Wetteborn, Ammenhausen, Glashütte, Harbarnsen, Netze, Neuhof, Sehlem, Wöllersheim, Gut Heinsen, Deilmissen und Henneckenrode. Hier steht zunächst die Durchführung von Interessenbekundungsverfahren an, um die Förderanträge vorzubereiten. Ausgehend davon, dass die Förderanträge auch positiv beschieden werden, kann von einer möglichen „Baureife“ frühestens im ersten Halbjahr 2018 ausgegangen werden.

Den Verantwortlichen im Kreishaus ist klar, dass dies noch eine lange Durststrecke für die benachteiligten Bürger bedeutet. Jedoch lässt sich das Förderverfahren nicht beschleunigen. Dieses Ergebnis kann man durchaus als Erfolg ansehen, besteht somit unter Einbeziehung der beabsichtigten Förderkulissen für die oben genannten noch schlecht versorgten Orte, sowie der eigenwirtschaftlichen Ausbauplanungen der nächsten drei Jahre und der bereits bestehenden Versorgungssituationen künftig eine nahezu flächendeckende gute Breitbandversorgung im Landkreis Hildesheim.

Die nicht erwähnte Stadt Hildesheim kann sich als komfortabel versorgt sehen. Hier gibt es bereits heute mit wenigen Ausnahmen Bandbreiten bis zu 100 Mbit. Punktuelle Verbesserungen könnten durch bilaterale Verhandlungen mit den Telekommunikationsanbietern durchaus noch erreicht werden, zumal aufgrund einer Entscheidung der Bundesnetzagentur der von der Telekom beantragte Vectoringausbau der Nahbereiche genehmigt worden ist, was für die größeren Ortschaften Banteln, Bockenem, Duingen, Freden, Groß Düngen, Hoheneggelsen, Lamspringe und Nordstemmen positive Auswirkungen haben könnte.

Quelle: Landkreis Hildesheim – Pressesprecher

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