Energiewechsel

Landkreis Göttingen: Personallösungen trotz demografischen Wandel

Pressemeldung vom 12. September 2013, 11:49 Uhr

Auf Einladung der WRG und des Arbeitgeberservice des Landkreises Göttingen (AGS) haben sich am 9. September 2013 rund 100 Unternehmer mit dem Thema Personal beschäftigt.
„Der Bedarf an Fachkräften erfasst immer mehr Branchen und die Auswirkungen des demografischen Wandel sind auch für den Landkreis Göttingen zu spüren“, betonte Landrat Bernhard Reuter in seiner Begrüßung.

Direkt aus der Praxis eines Automobilkonzerns berichtete Eric Reuting, Personalleiter des VW-Werkes Kassel. Angefangen von der Technik-Förderung in Grundschulen bis hin zu gezielter Frauenförderung in technischen Berufen reicht die Bandbreite der Maßnahmen zur Fachkräftegewinnung. Viele Ideen von VW kosten wenig oder gar kein Geld und können auch in kleinen mittelständischen Unternehmen umgesetzt werden.
Auch die Firmengruppe Otto Bock befasst sich bereits intensiv mit dem Thema, wie der Geschäftsführer Personal Roland Hehn im Interview mit der WRG-Prokuristin Stefanie Kleine und Daniela Jeksties vom AGS berichtete. Noch gibt es keinen Bewerbermangel bei Otto Bock, aber bereits jetzt schon stellt man sich auf die Bedürfnisse der Generation Y ein, um ein attraktiver Arbeitgeber zu bleiben. Wichtig ist ihm, dass nur gemeinsam mit allen Akteuren aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Verwaltung eine Region attraktiv gestaltet werden kann. Wenn eine Region nicht attraktiv für Bewerber ist, haben alle ein Problem.

Über Personallösungen für den kleinen Mittelstand diskutierten in einer anschließenden Talkrunde Anne Freimuth (Inhaberin Busch Freizeit & Touristik GmbH), Malermeister Hartmut Heberling (Farb-Design Heberling) und Daniel Berghorn (Geschäftsführer der d-b-g Pulverbeschichtung). Empfohlen wurden z.B. kostenfreie Ausbildungsmöglichkeiten wie die Einstiegsqualifizierung, das Einführen von Arbeitszeitkonten oder die Berücksichtigung aller Altersgruppen in der Belegschaft. Alle drei Talkgäste haben gute Erfahrungen mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gemacht, die Vermittlungshemmnisse haben. Gerade diese Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben das in sie gesetzte Vertrauen erfüllt. Es lohne sich, Menschen eine Chance zu geben, die auf dem ersten Blick nicht so leistungsstark scheinen.
„Auch wenn es mal problematisch ist – aber es lohnt sich immer wieder es zu versuchen“, fasst Daniel Berghorn zusammen.
Im Anschluss kamen Referenten und Zuhörer zu einem Erfahrungsaustausch zusammen.

Quelle: Landkreis Göttingen

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