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Landkreis Göttingen: Landkreis und Gesundheitsamt dringen auf Beachtung der Hygienestandards zur Vorbeugung von Grippeerkrankungen in Schulen

Pressemeldung vom 6. Januar 2011, 08:53 Uhr

Grundschulen besonders gefordert

Zur Vorbeugung von Grippeerkrankungen haben Landrat Reinhard Schermann und der stellv. Leiter des Gesundheitsamtes, Dr. Eckart Mayr, an die Schulen appelliert, die Einhaltung der Hygienestandards in der jetzt beginnenden Zeit von Erkältungs- und Grippeerkrankungen konsequent zu beachten und durchzusetzen. Sie können auf diese Weise einen wichtigen Beitrag zur Abmilderung der Ausbreitung von Influenza leisten. Denn in Gemeinschaftseinrichtungen sei die Ansteckungsgefahr wegen der vielen Kontakte besonders groß. Anlass für diese Aufforderung sind die tragischen zwei Todesfälle durch Schweinegrippeerkrankung in der Stadt und im Landkreis Göttingen.

Wie Schermann und Dr. Mayr in einer Pressemitteilung betonten, sei die Vorbeugung gegenüber Grippeerkrankungen – im Rahmen der Möglichkeiten – ein Dauerauftrag der Schulen. Denn Jahr für Jahr sei das Grippevirus unterwegs und führe zu zahllosen Erkrankungen. Deshalb habe der Landkreis Göttingen als Schulträger bereits in seinen Einrichtungen seit einigen Jahren einen überwiegend hohen baulichen Hygienestandard im Sanitärbereich erreicht. Aufgabe der Schule sei es, durch sorgfältige Beachtung der Reinlichkeit in den Räumlichkeiten und durch Aufklärung der Schülerinnen und Schüler ebenfalls Vorsorge gegen die Ausbreitung von Infektionskrankheiten zu treffen. Hier seien insbesondere in den Grundschulen die Lehrkräfte entsprechend gefordert.

Nach Angaben des Landrats hat der Landkreis Göttingen die in seiner Trägerschaft stehenden Schulen aktuell erneut über die Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts bezüglich vorbeugender Maßnahmen gegen Infektionskrankheiten einschließlich grippaler Infekte und der sog. „Schweinegrippe“ (A / H1N1) informiert.

Darüber hinaus wurden die Schulen schriftlich gebeten, besonders darauf zu achten, dass Reinigungsmittel und Papiertücher in den Waschanlagen auch ständig zur Verfügung stehen. Denn das richtige Trocknen der Hände mit Papierhandtüchern verringert durch die höhere Saugwirkung des Materials gegenüber Stoffhandtuchrollen oder Heißlufttrocknung nachweisbar die Bakterienzahl auf den Händen.

In diesem Zusammenhang verwies der Landrat auch auf die den Schulen und Kindertagesstätten aus dem Vorjahr vorliegenden Materialien wie z. B. Infopakete des Nds. Kultusministeriums sowie auf die Arbeitshilfe des Landesgesundheitsamtes zur Entwicklung eines Schulhygieneplans.

Der stellv. Chef des Gesundheitsamtes bot Beratungen zur Einhaltung der Hygienestandards an. Er riet nachdrücklich, die Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts zu beachten. Hände sind die wichtigsten Überträger von Grippeviren. Das Ansteckungsrisiko kann gesenkt werden, wenn folgende Hygienetipps im Alltag berücksichtigt werden:

Hände waschen und vom Gesicht fernhalten
Hierbei sollten Sie die Hände regelmäßig unter fließendes Wasser halten, anschließend Seife 20 bis 30 Sekunden auch zwischen den Fingern verreiben, dann sorgfältig abspülen und abtrocknen.

Hygienisch husten und niesen
Husten Sie nicht in die Hand, sondern in die Ellenbeuge. Hierbei bleiben die Hände sauber und dienen nicht als Übertragungsmöglichkeit für Viren.
Verwenden sie beim Niesen Einmaltaschentücher, die sie dann entsorgen.

Bei Krankheit zu Hause bleiben

Mit einer fieberhaften Erkältung, einer Grippe oder einem Magen-Darm-Infekt sollten Sie besser zu Hause bleiben, um selbst schneller wieder gesund zu werden und um andere Menschen nicht anzustecken.

Auf erste Anzeichen achten
Achten Sie zum Schutz Ihrer Mitmenschen auf erste Anzeichen von Viruserkrankungen. Typisch für eine Grippe sind plötzliches hohes Fieber, schweres Krankheitsgefühl, Husten und Gliederschmerzen. Nehmen Sie solche Anzeichen ernst und beachten Sie die Hygienetipps um die Erkrankung nicht weiter zu verbreiten.

In manchen Fällen kann hierbei eine Erkrankung so schwer sein, dass Hausmittel allein nicht ausreichen. Dies gilt vor allem für Ältere, chronisch Kranke und abwehrgeschwächte Menschen. Hier sollten Sie Ihren Hausarzt/Ihre Hausärztin zur Rate ziehen.

Familienmitglieder schützen
Es ist gut, wenn Sie sich zu Hause auskurieren, allerdings sind dann besonders Ihre Familienmitglieder ansteckungsgefährdet. Schützen Sie sie in dem Sie Abstand halten und auf enge Körperkontakte z.B. Umarmen, Küssen etc. zeitweilig verzichten.

Geschlossene Räume regelmäßig lüften
Sowohl zu Hause als auch bei der Arbeit oder in der Schule gilt: In geschlossenen Räumen kann die Anzahl der Viren in der Raumluft ansteigen. Regelmäßiges Lüften wirkt dem entgegen und senkt so das Ansteckungsrisiko. Lüften Sie drei- bis viermal am Tag für jeweils 5 bis 10 Minuten.

Bei Beachtung dieser Hygienetipps kann das Ansteckungsrisiko auch mit Influenzaerregern gesenkt werden.

Für weitere Informationen steht der Fachbereich Gesundheitsamt für die Stadt und den Landkreis Göttingen gerne beratend unter der Nummer 0551/400-4806 zur Verfügung.

Weitere Informationen können auch über die Internetseiten http://www.wir-gegen-viren.de, /www.nlga.niedersachsen.de oder www.rki.de eingeholt werden.

Quelle: Landkreis Göttingen

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