Energiewechsel

Hannover: Neuaufstellung der Förderung des Niederdeutschen

Pressemeldung vom 16. Dezember 2016, 13:31 Uhr

Die Länder Bremen, Hamburg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen haben einvernehmlich das gemeinsame Abkommen zur institutionellen Förderung des Instituts für niederdeutsche Sprache (INS e.V.) mit Wirkung zum Jahresende 2017 gekündigt.

„Wir wollen die Förderung des Niederdeutschen stärken und vor allem die zahlreichen ehrenamtlichen Akteure, Verbände und Institutionen unterstützen, die sich in den Ländern engagieren. Niedersachsen wird auch künftig rund 120.000 Euro für eine leistungsstarke und länderübergreifende Koordinierung, Pflege und Förderung des Niederdeutschen bereitstellen“, sagt Gabriele Heinen-Kljajic, Niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur.

Abgestimmtes Ziel der vier Länder ist es, im Umfang der bisherigen Fördermittel von rund 272.000 Euro bis zum Jahr 2018 eine neue zukunftsweisende Koordinierungs- und Netzwerkstelle zur Pflege und Stärkung des Niederdeutschen aufzubauen. Damit wird gewährleistet, dass diese nach dem Auslaufen der Förderung des INS zum 31.12.2017 nahtlos ihre Arbeit aufnehmen kann. Dazu folgen Anfang des kommenden Jahres Gespräche mit Akteuren, Institutionen und Verbänden, die sich in Niedersachsen für das Niederdeutsche engagieren, um das künftige Konzept eng mit diesen abzustimmen.

Die Ministerin betont, dass die Länder sich die Kündigung des bisherigen Abkommens nicht einfach gemacht haben. Nach langen Verhandlungen und bedingt durch zuwendungsrechtliche Probleme und rechtliche Auseinandersetzungen mit dem INS ist dieser Schritt erforderlich. Das INS ist als Fördernehmerin frühzeitig über die beabsichtigte Einstellung der Förderung informiert worden.

Die Länder legen Wert darauf, dass eine neue Einrichtung in öffentlich-rechtlicher Trägerschaft steht. Denn nur so ist eine effektive Steuerung und Kontrolle zu gewährleisten. Der Sitz soll weiter die Freie und Hansestadt Bremen bleiben.

Quelle: Niedersächsisches Ministerium

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