Energiewechsel

Göttingen: Museum verlängert Ausstellung „Hundert Augenblicke“

Pressemeldung vom 22. August 2011, 13:51 Uhr

Das Städtische Museum Göttingen verlängert seine erfolgreiche Ausstellung „Hundert Augenblicke“ bis zum 30. Dezember dieses Jahres. Seit der Eröffnung im Januar haben viele begeisterte Besucher/innen einen Blick auf Göttingen im Mittelalter werfen können. Nun besteht bis zum Ende des Jahres die Möglichkeit, in die Welt des Mittelalters einzutauchen – ab 21. August mit einem besonderen Höhepunkt, der Präsentation Göttinger Wachstafeln.

Hochmittelalter – es ist die Zeit der Stadtgründungen in Deutschland. Zwischen 1150 und 1200 entstand auch Göttingen. Die Aussicht auf größere Freiheit, Wohlstand und städtische Selbstverwaltung zieht bald mehr als tausend Menschen in die neue Siedlung. Schnell entwickelt sich Göttingen in den folgenden Jahrzehnten zu einer selbstbewussten Handels- und Handwerkerstadt.

Die Ausstellung „Hundert Augenblicke auf Göttingen im Mittelalter“ präsentiert im Städtischen Museum hundert ausgewählte Exponate – jedes Stück ein Augenblick auf Göttingen im Mittelalter. Der massive Gefangenenblock und der silberne Münzschatz erzählen, wie sich die Göttinger Bürger selbstbewusst aus der Abhängigkeit von den Landesfürsten befreiten. Kostbarkeiten aus Kirchen und Klöstern lassen die Bedeutung des christlichen Glaubens erahnen. Das kunstvoll gearbeitete Aquamanile, die präzise Klappwaage eines Kaufmanns vermitteln einen Eindruck von Handwerk und Handel. Ein Blick auf das filigrane Trinkglas macht den Wohlstand einiger Bürger im Spätmittelalter sichtbar. Kugeltopf und Pflanzenreste geben Einblicke in das ganz alltägliche Leben.

Ab 21. August einen besonderen Höhepunkt beinhaltet die Ausstellung einen besonderen Höhepunkt: die Göttinger Wachstafeln aus dem 14. Jahrhundert. Zum ersten Mal in ihrer Geschichte werden sie der Öffentlichkeit präsentiert. Die Tafeln enthalten die ältesten Statuten oder Regeln der Stadt Göttingen in Wachs geschrieben. Sie stellen ein einzigartiges Dokument der Stadtgeschichte dar und sind deshalb ein ganz besonderer Augenblick auf Göttingen im Mittelalter.

Öffnungszeiten im Haus am Ritterplan: Dienstag bis Freitag 10.00 bis 17.00 Uhr, sonnabends und sonntags 11.00 bis 17.00 Uhr.

Quelle: Göttingen – Öffentlichkeitsarbeit

Share on Facebook Share on Google+

 Hinweis