Energiewechsel

Göttingen: Hochwasserschutz Leine – 6. Bauabschnitt

Pressemeldung vom 15. August 2011, 15:19 Uhr

Bereits am Montag, 1. August 2011, haben die Tiefbauarbeiten für den Hochwasserschutz entlang der Leine im Bauabschnitt V zwischen der Otto-Frey-Brücke und den Eisenbahnbrücken auf einer Länge von 350 Metern begonnen. Seit 2001 investiert die Stadt Göttingen mit Unterstützung des Landes Niedersachsen in den Hochwasserschutz an der Leine im Stadtgebiet. Fünf von acht Bauabschnitten konnten bisher abgeschlossen werden. Die Gesamtinvestition beläuft sich auf über vier Millionen Euro.
Auch der Hochwasserschutz erfordert Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen, die zum Teil im Bereich der südlichen Erweiterung des Kiessee – Areals (vgl. vgl. PD – Nr. 419 vom 09.08.2011) umgesetzt werden, in diesem Fall im Rahmen eines Volumens von rund 45.000 Euro.
Bis zum Abschluss des Gesamtprogramms fehlen noch zwei Bauabschnitte: die östliche Deich- und Wegeerhöhung zwischen Rosdorfer Weg und den DB – Brücken sowie der im Norden gelegene Teil zwischen Godehardstraße und Abwasserreinigungsanlage ebenfalls mit einer Deich- und Wegeerhöhung auf der Ostseite.
Informationen zum aktuellen Bauabschnitt:
Der vor einer Woche begonnene Bauabschnitt in unmittelbarer Nähe des bereits im Jahr 2010 fertiggestellten Teils hinter der Lokhalle erstreckt sich von den im Süden gelegenen Eisenbahnbrücken bis zum nördlichen Ende an der Groner Landstraße.
Die tiefere Lage der östlich gelegenen Innenstadt erfordert eine Erhöhung der Deiche von ca. 40 bis 45 cm auf der Ostseite der Leine auf einer Länge von rd. 350 Metern ; deshalb werden der sogenannte Deichverteidigungsweg angehoben und Hochwasserschutzmauern eingesetzt.
Die Besonderheit dieser Maßnahme mit einem Finanzvolumen von rund 230.000 Euro (180.000, Euro für den Hochwasserschutz; 45.000 Euro für Ausgleichsmaßnahmen; 5.000 Euro für Planungskosten) liegt aber in der Verbindung von technischem Hochwasserschutz und gleichzeitiger ökologischer Aufwertung der Leineaue. So werden Anteile der erforderlichen Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen wie schon im Vorjahr hinter der Lokhalle aus dem landschaftspflegerischem Begleitplan direkt vor Ort realisiert. Der bereits entstandene Verlust von Einzelbäumen wird durch Pflanzungen von 18 Bäumen in der Leineaue ersetzt. Die Umgestaltung der Uferbereiche durch Abgrabungen und Röhrichtflächen wird zu einer Verbesserung der Lebensräume für Bodenbrüter und für die zehn in der Leine nachgewiesenen Fischarten führen, von denen sechs in der Bundesrepublik als bestandsbedroht gelten.

Quelle: Göttingen – Öffentlichkeitsarbeit

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