Energiewechsel

Göttingen: Göttingen ist beim KiTa-Ausbau Spitze!

Pressemeldung vom 26. August 2011, 15:16 Uhr

Die langjährigen Bemühungen um den KiTa-Ausbau in Göttingen finden nun auch landesweit Anerkennung. Eine aktuelle Studie des Landesbetriebs für Statistik und Kommunikationstechnologie (LSKN) kommt zu dem Ergebnis, dass keine andere Kommune Niedersachsens eine höhere Betreuungsquote aufzuweisen hat als der Landkreis Göttingen. Dieses Abschneiden ist hervorragend und erfreulich, erklärt dazu der Vorsitzende der Stadtratsfraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN, Rolf Becker, aber es überrascht uns nicht und bedarf einer kritischen Kommentierung: „Denn die 26% sind vor allem das Ergebnis der Investitionen der Stadt Göttingen deren Betreuungsquote mit 46% doppelt so hoch liegt wie die der nächstbesten Kommunen Braunschweig, Wolfsburg und Oldenburg und mehr als fünfmal höher als im übrigen Kreisgebiet. Damit belegt Göttingen nicht nur landes- sondern auch bundesweit einen absoluten Spitzenplatz – die Stadt wohl gemerkt, nicht der Landkreis!

„Wir haben uns als Fraktion im Jahr 2007 ganz bewusst dafür entschieden, das für den Kita-Ausbau zuständige Dezernat mit einem GRÜNEN Dezernenten zu besetzen, um gemeinsam mit unserem Haushaltspartner SPD systematisch in den KiTa-Ausbau zu investieren“, erläutert Becker. Auf diese Weise hat die Stadt alleine in der zu Ende gehenden Ratsperiode über 300 neue KiTa-Plätze eingerichtet. „Der Spitzeplatz in der Statistik ist letztlich das Ergebnis einer klaren GRÜNEN Prioritätensetzung im Haushalt und einer systematischen Förderung der frühkindlichen Bildung und Vereinbarkeit von Familie und Beruf.“ Dabei spielen unsere KiTas auch für die Armutsprävention und Gleichstellungsförderung eine wichtige Rolle, betont Becker. Denn neben den Kindern profitieren von diesen Angeboten vor allem Alleinerziehende, deren Armutsrisiko bekanntermaßen besonders hoch ist.

Allerdings hat die Medaille auch eine Kehrseite: Die CDU/FDP-Landesregierung, die für die Finanzierung des KiTa-Ausbaus eigentlich zuständig wäre, und die CDU/FDPBundesregierung, die den Eltern ab dem Jahr 2013 einen einklagbaren Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz für unter Dreijährige zubilligt, entziehen sich dreist ihrer Verantwortung. Wir sprechen hier von Kosten in Millionenhöhe, die insbesondere das Land seit Jahren auf die Stadt Göttingen abwälzt.“

Rolf Becker, Fraktionsvorsitzender, Tel.: 0551- 4886023, Mobil: 0176-22334501

Quelle: Fraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN im Göttinger Stadtrat

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