Energiewechsel

Göttingen: Wohnungen für Flüchtlinge gesucht

Pressemeldung vom 3. Dezember 2013, 13:01 Uhr

Landrat Reuter: Landkreis bittet um Mithilfe

Von September 2013 bis April 2014 erwartet der Landkreis Göttingen 37 Flüchtlinge. Dies geht aus Prognosen des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) hervor, die seit September 2013 dem Landkreis vorliegen. Demnach werden in der Stadt 163 Flüchtlinge erwartet. Für die Unterbringung der Flüchtlinge im Kreisgebiet, mit Ausnahme im Gebiet der Stadt Göttingen, ist der Landkreis zuständig.

Landrat Bernhard Reuter bittet bei der Wohnungssuche um Mithilfe aus der Bevölkerung. Wer Wohnraum habe und ihn vermieten wolle, könne sich beim Landkreis melden. Ansprechpartnerin der Kreisverwaltung ist Frau Keßler, Amt für Soziales, Tel. 0551 525-596 sowie kessler@landkreisgoettingen.de<mailto:kessler@landkreisgoettingen.de>.

Wohnraum zu finden sei auch deshalb wichtig, weil die Stadt Göttingen den Landkreis um Hilfe bei der Unterbringung ihrer Flüchtlinge gebeten habe. „Der Wohnungsmarkt ist insbesondere in der Stadt sehr angespannt. Aus diesem Grund habe ich die Bereitschaft erklärt, Flüchtlinge aus dem Stadtgebiet im Kreisgebiet unterzubringen“, sagt Landrat Reuter. Dazu sei man im engen Dialog mit den Bürgermeistern der übrigen Kommunen im Landkreis, die laufend informiert würden.
Die Stadt habe außerdem erklärt, dass sie die Kosten für die Flüchtlinge übernehmen werde, die im Kreisgebiet untergebracht werden. Der Abschluss einer Zweckvereinbarung sei dazu in Vorbereitung.

„Bei den durch das BAMF prognostizierten Zahlen kann auf die Errichtung von Sammelunterkünften hoffentlich dauerhaft verzichtet werden“, hofft Landrat Reuter. Auch die Aufstellung von Wohncontainern wolle er unter allen Umständen vermeiden. Sollten die Flüchtlingszahlen noch deutlich stärker steigen, habe auch der Landkreis Osterode seine Bereitschaft erklärt, leerstehenden Wohnraum zur Verfügung zu stellen, so Reuter.

Mit den Bürgermeistern werde sich der Landkreis auch in Fragen der Integration eng abstimmen. Es sei ein Irrglaube, dass die Flüchtlinge nach einem Jahr wieder weg seien. „Viele bleiben jahrelang und viele bleiben dauerhaft in unserem Land. Wir werden uns also verstärkt um die Integration kümmern und hoffen auf Unterstützung von Vereinen und Verbänden, den Kirchen sowie Ehrenamtlichen“, so der Landrat. Noch vor Weihnachten werde es ein erstes Treffen geben, bei dem das Thema Integration erörtert werde, kündigt Reuter an.

Quelle: Landkreis Göttingen – Der Landrat

Share on Facebook Share on Google+

 Hinweis