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Göttingen-Weende: Krankenpflegeschüler leiten eine Station

Pressemeldung vom 26. Oktober 2015, 14:16 Uhr

18 Gesundheits- und Krankenpflegeschülerinnen und -schüler, zwei Wochen, eine Aufgabe: Übernahme einer geriatrischen Rehabilitationsstation mit 25 Betten und sämtlicher, damit einhergehender Tätigkeiten und Pflichten.

Vor Kurzem endete das zweiwöchige Projekt „Schülerstation“ auf der geriatrischen Station 6.3 im Evangelischen Krankenhaus Göttingen-Weende. Der Kurs 2013 der Krankenpflegeschule des Weender Krankenhauses stellte sich den Herausforderungen des Pflegealltags, um für das nahende Examen und das eigenständige Arbeiten als examinierte Pflegekräfte bestmöglich vorbereitet zu sein.

Schülerstation – das bedeutet Verantwortung, Selbstständigkeit und Organisationstalent. Bei dem Projekt leiten die Auszubildenden eine Station für zwei Wochen (fast) ganz alleine.

Ein solches Projekt bedarf einer sorgfältigen Vorbereitung. Die Rahmenbedingungen hierfür schafften die Krankenpflegeschule zusammen mit Stationsleiter Wolfgang Schubert in einem einwöchigen Schulblock sowie Hospitationstagen auf der Station. In Gruppenarbeit wurden ein Leitbild, Kommunikationsregeln und eine Informationssammlung über geriatrische Krankheitsbilder erstellt. Auch drei Stationsleitungen wurden gewählt, die nicht nur den Tagesablauf organisierten, sondern Dienstpläne schrieben, den Pflegenden ihre Patienten zuteilten und regelmäßig die Betäubungsmittelbestände überprüften.

Um jeden Patienten ausführlich über das Projekt zu informieren, besuchten die Schüler die Station wenige Tage vor Beginn des Projekts.

Auf die Plätze, fertig, pflegt los!

Mit Vorfreude, Zuversicht und leichter Nervosität nahmen die Schülerinnen und Schüler ihre Arbeit auf. Das Projekt startete – und verlief erfolgreich. Aufgrund der guten Vorbereitung, regelmäßiger Reflexionsrunden nach dem Frühdienst und der ständigen zur Verfügung stehenden Unterstützung durch examinierte Pflegekräfte fand der Kurs schnell zusammen und arbeitete Hand in Hand. So konnte den Patienten optimale Pflegequalität geboten werden. Dabei wurde das Prinzip der Bezugspflege angewandt, was sich aufgrund der großen Schüleranzahl gut umsetzen ließ. Die Bezugspflege ist ein an den Patienten orientiertes und auf den Pflegeprozess ausgerichtetes Pflegesystem.

Für die Gesundheits- und Krankenpflegeschüler wurde durch das Projekt ein großer Lerneffekt erzielt. Konzepte wie die Pflegevisite wurden stetig angewendet, Bereiche wie Wundversorgung, Mobilisation der Patienten, Dokumentation oder der Umgang mit Betäubungsmitteln gefestigt und sicher beherrscht. Ein wichtiger Fokus war die Kommunikation im Kurs sowie mit den Therapeuten und dem ärztlichen Dienst, damit eine adäquate ganzheitliche Versorgung des Patienten und das Gelingen der Rehabilitation gesichert waren. Besonders freuten sich die 18 Schülerinnen und Schüler am Ende über das durchweg positive Feedback der Patienten.

Quelle: Evangelisches Krankenhaus Göttingen-Weende gGmbH

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