Energiewechsel

Göttingen-Weende: Komplettsanierung für 1,3 Millionen Euro abgeschlossen

Pressemeldung vom 25. November 2010, 13:49 Uhr

Feierliche Einweihung der Abteilung

Heute war es soweit: Die Klinische Radiologie im Evangelischen Krankenhaus Göttingen-Weende wurde nach einjähriger Bauzeit feierlich eröffnet. Patientenfreundlich, offen und hell erscheinen die neuen Räume im Erdgeschoss, unweit von Zentraler Notaufnahme (ZNA) und Intensivstation. Die Flure sind lichtdurchflutet, alles ist übersichtlich, die Patientenführung ist klar. Ein großzügiger Wartebereich zur Südseite lässt die kurze Wartezeit wie im Fluge vergehen.

Aber der Reihe nach: Im November 2008 wurde vom Evangelischen Krankenhaus Göttingen-Weende ein Förderantrag im Rahmen des Konjunkturprogrammes II zum Umbau und zur Sanierung der Röntgenabteilung beim Niedersächsischen Sozialministerium eingereicht. Eine Million Euro wurden genehmigt. Ein wichtiger Meilenstein der Umstrukturierung der Abteilung wurde bereits im Sommer 2009 realisiert, als ein Computertomograph (CT) in Betrieb genommen wurde. Eine CT-Untersuchung erstellt Schnittbilder und stellt so Tumore, Frakturen, Schlaganfälle oder schwere Entzündungen bildlich dar. Das Gerät steht den Patienten des Weender Krankenhauses rund um die Uhr im Rahmen der fachärztlichen Rufbereitschaft zur Verfügung. Das neue Gerät erfüllt die höchsten Standards und ermöglicht bildgestützte Gewebeproben und Drainagen in Echtzeit, die so schneller und für die Patienten sicherer und minimal-invasiv durchgeführt werden können.

Die bauliche Sanierung der Abteilung startete dann im Oktober 2009. Ziel des Förderantrages war es, Abläufe zwischen Notaufnahme, Operationstrakt und Stationen zu optimieren. Dabei wurde das „Innenleben“ der Radiologie komplett neu gestaltet: Wände wurden entfernt, neue gebaut und zusätzliche Umkleidekabinen entstanden. Mammographie (Bruströntgen) und Ultraschall wurden bereits im ersten Bauabschnitt umgesiedelt, das CT und die Röntgendurchleuchtung schließlich im letzten Bauabschnitt bis Ende September. Auch die gesamte Lüftung, Technik und EDV wurden erneuert, sowie neben einem digitalen Bildschirmarbeitsplatz und einer Spracherkennungssoftware für die Befundung auch ein zusätzliches Lungenröntgengerät installiert. Und das Ergebnis kann sich sehen lassen: Die Abteilung erscheint jetzt offen, hell und patientenfreundlich.

Im Zuge der Sanierung wurde auch der konventionelle Röntgenbetrieb digitalisiert und ein digitales Bildarchiv eingerichtet. Durch die digitale Radiographie stehen Röntgenaufnahmen sofort an einem Computer zur Verfügung und können hier nachbearbeitet werden. Man erspart sich dadurch unter Umständen Wiederholungsaufnahmen, Bilder gehen nicht mehr verloren und es werden keine Chemikalien mehr zur Film-Entwicklung benötigt. Weitere Vorteile sind der minimale Platzbedarf für das Aufbewahren der Aufnahmen und die potentiell geringere Strahlendosis, der ein Patient ausgesetzt ist. 120 000 Euro kostete die Umstellung, die das Krankenhaus aus eigenen Mitteln finanziert hat.

Pro Jahr kommen etwa 40 000 Patienten für eine klinisch-radiologische Versorgung ins Weender Krankenhaus. Die Befundung der Untersuchungen findet „organbasiert“ statt: Jeder Radiologe ist ein erfahrener Spezialist für je zwei oder drei Organsysteme. Alle Ergebnisse werden aktuell in regelmäßigen Klinikkonferenzen erörtert.

Quelle: Evangelisches Krankenhaus Göttingen-Weende gGmbH

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