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Göttingen: Vortrag zur deutsch – französischen Freundschaft / Barbara-Ausstellung

Pressemeldung vom 23. August 2016, 14:12 Uhr

„Enge Bande und vertieftes Verständnis – die Geschichte der deutsch-französischen Freundschaft“ ist ein Vortrag von Prof. Dr. Peter Aufgebauer überschrieben, der im Rahmen des Begleitprogramms für die „Barbara“-Ausstellung am Sonnabend, 27.08.2016, 15.00 Uhrim Tapetensaal des Städtischen Museums Göttingen am Ritterplan stattfindet. Im Sommer 1964 komponierte und dichtete Barbara, die jüdische Künstlerin aus Paris, bei einem Besuch in Göttingen mit dem gleichnamigen Chansons ein persönliches Bekenntnis zur Aussöhnung zwischen Deutschland und Frankreich. Dieser individuelle Schritt zur Überwindung traditioneller Gegensätze und Feindschaften steht in zeitlicher Nähe zur Annäherung zwischen den beiden Staaten, die der Elysee-Vertrag im Jahr zuvor auf politischer Ebene festgeschrieben hatte. So wenig Barbaras Liebeserklärung selbstverständlich war, so wenig war der deutsch-französische Freundschaftsvertrag selbstverständlich. Er war vielmehr vorläufiger Abschluss einer über ein Jahrzehnt andauernden, von Konkurrenz, unterschiedlichen Interessen, Motiven und Zielen – aber auch von persönlichen Sympathien getragenen Politik. Prof. Dr. Peter Aufgebauer wird diese spannungsreiche Entwicklung der deutsch-französischen Aussöhnung nachzeichnen, die heute wichtiger ist als je zuvor.

Aufgebauer studierte Geschichte, Germanistik, Historische Hilfswissenschaften, Philosophie und Pädagogik an den Universitäten Freiburg/Breisgau und Göttingen. Nach Staatsexamen und Promotion war er zunächst am Lehrstuhl für Niedersächsische Landesgeschichte der Georg-August-Universität tätig, seit 1985 am Institut für Historische Landesforschung, zuletzt als außerplanmäßiger Professor. Im Herbst 2013 trat er in den Ruhestand. Aufgebauers Arbeitsgebiete sind Mittlere und Neuere Geschichte, Orts- und Landesgeschichte, Geschichte der Juden und Wissenschaftsgeschichte. Er ist seit 2013 Vorsitzender des „Geschichtsvereins für Göttingen und Umgebung e.V.“ und nimmt seit 2006 das Amt des Denkmalbeauftragten der Universität Göttingen wahr.

Quelle: Göttingen – Öffentlichkeitsarbeit

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