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Göttingen: Umstrittener Jesuitenpater Schneider bei der „Nacht des Wissens“

Pressemeldung vom 30. November 2012, 11:49 Uhr

Auf der „Nacht des Wissens“ der Universität Göttingen am 24.11.2012 gab
Professor Freise gemeinsam mit Pater Theo Schneider eine vierstündige
Veranstaltung zum Thema Spiritualität von Lyrik.

Freise ist ein öffentlicher Fürsprecher von Theo Schneider,
Jesuitenpater in Göttingen, dessen Name bekannt wurde, weil er von
Betroffenen der Mitwisserschaft von sexuellen Übergriffen im
Aloisiuskolleg in Bad Godesberg beschuldigt wird. Schneider war dort von
2007 bis 2010 Rektor.

Mattias Freise, Vorsitzender des Göttinger Pfarrgemeinderats St. Michael
und Professor für Slavische Philologie an der Universität Göttingen,
nannte 2011 die Bedenken gegen Schneider „unmenschlich“ und unterstellte
Betroffenen eine Hetzkampagne gegen den Pater.

Schneider ist, trotz massiver Bedenken der Betroffenenorganisation „Der
Eckige Tisch“, seit 2011 Jesuitenpater in der Göttinger St. Michael
Gemeinde und übernimmt dort auch seelsorgerische Tätigkeiten. Der AStA
kritisierte dies in einer Pressemitteilung vom Juli 2011.

„/Es ist ungeheuerlich, dass die Universität einem Menschen eine
öffentliche Plattform gibt, der durch das Mitwissen sexueller Übergriffe
in die Schlagzeilen gekommen ist“/, so Juliane Imbusch, Genderreferentin
des AStA. /“Die Vorfälle aus der Vergangenheit dürfen nicht vergessen
werden. Die Universität muss die Betroffenen ernst nehmen und hätte
daher den Jesuitenpater Theo Schneider nicht öffentlich auf der ‚Nacht
des Wissens‘ sprechen lassen dürfen“/, so Imbusch abschließend.

Quelle: AStA Uni Göttingen

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