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Göttingen: Umbenennung der Heinrich-Sohnrey-Straße in Else-Bräutigam-Straße

Pressemeldung vom 23. Juli 2014, 09:03 Uhr

In Geismar vollzieht Ortsbürgermeister Thomas Harms am Freitag, 01. August 2014, die Umbenennung der ehemaligen Heinrich-Sohnrey-Straße in Else-Bräutigam-Straße. Die kleine Feier beginnt um 11.00 Uhr an der auf Höhe der Reinhäuser Landstraße gelegenen Einmündung in die Straße. Dabei enthüllt Harms in Anwesenheit von Angehörigen und Freundinnen und Freunden der Göttinger Ehrenbürgerin das neue Straßenschild. Der Ortsrat Geismar hatte im Mai 2014 den neuen Namen beschlossen.
Die im Jahr 1931 in Göttingen geborene Else Bräutigam wurde 1991 die Ehrenbürgerwürde der Stadt für ihr Engagement und ihre Leistungen im sozialen Bereich verliehen. 1962 gründete sie den Verein „Selbsthilfe Körperbehinderter“. Daneben war sie maßgeblich an der Einführung der individuellen Schwerbehindertenbetreuung in Göttingen beteiligt, erfüllte verschiedene Funktionen unter anderem im Vorstand des „Hausnotrufes“, war Mitbegründerin der Telefonseelsorge sowie Mitglied im Rat der Stadt Göttingen und im Seniorenbeirat. Sie starb im Jahr 2001 in ihrer Heimatstadt.
Heinrich Sohnrey lebte von 1895 bis 1948 und war ein Heimatdichter, dessen Haltung zum Nationalsozialismus heute umstritten ist. In einem im Auftrag der Universität Göttingen erstellten Gutachten stellte der Historiker Prof. Dr. Dirk Schumann eine zeitlebens fehlende Bereitschaft Sohnreys zur Distanzierung von der Ideologie der Nationalsozialisten fest. Auch auf Grundlage dieses Gutachtens sowie nach einer erfolgten Anhörung der betroffenen Anlieger beschloss der Ortsrat Geismar im Januar 2014 die Umbenennung der nach ihm benannten Straße.

Quelle: Göttingen – Öffentlichkeitsarbeit

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