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Göttingen: Neue Sonderausstellung im Museum

Pressemeldung vom 30. März 2017, 15:59 Uhr

Die neue Sonderausstellung des Städtischen Museums Göttingen „1529 – Aufruhr und Umbruch“ schildert abwechslungsreich die Hintergründe, die zur Reformation in Göttingen führten. Bisher noch nie gezeigte Objekte geben Einblicke in die Ereignisse im Göttinger Reformationsjahr 1529. Für Vertreter/innen der Redaktionen gibt es einen Termin zur Vorbesichtigung am Donnerstag, 06.April 2017, ab 11.00 Uhr, im Haus am Ritterplan mit der Kuratorin Andrea Rechenberg M.A. und Museumsleiter Dr. Ernst Böhme.

Die Ausstellung wird am Sonntag, 9. April 2017, um 11.30 Uhr eröffnet und wird bis zum Ende des Jahres im Museum zu sehen sein.

Zum Inhalt: Göttingen im August 1529. Eine tödliche Seuche zieht durch das Land und bedroht das Leben in der Stadt. Mit einer Prozession soll um Schutz und Gottes Hilfe für Stadt und Bürger gebeten werden. Während der Prozession kommt es plötzlich zu einem Tumult: Eine Gruppe um die „Neuen Wollenweber“ fängt an, während der Prozession laut ein Kirchenlied Martin Luthers auf Deutsch zu singen.

Am 24. August 1529, zwölf Jahre nach der Veröffentlichung der Thesen Martin Luthers, prallen in Göttingen an diesem Tag plötzlich Alte Kirche und Reformation aufeinander. Schon wenige Wochen später hat sich die Reformation ohne gewaltsame Ausschreitungen durchgesetzt.

Die Sonderausstellung „1529 – Aufruhr und Umbruch“ schildert abwechslungsreich die Hintergründe, die zur Reformation in Göttingen führen. Bisher noch nie gezeigte Objekte geben Einblicke in die Ereignisse im Göttinger Reformationsjahr 1529. Aufruhr, Umbruch und Einigung stehen im ersten Teil der Ausstellung im Mittelpunkt.

Ein zweiter Teil zeigt die politischen, kulturellen und religiösen Bedingungen, unter denen die Menschen damals handelten. Medienstationen bieten anregende Informationen. Dafür wird die für Niedersachsen einmalige Sammlung zur Kirchenkunst in ein neues Licht gesetzt. Einzigartige Objekte, von Experten befragt und beschrieben, werden eingängig an Audiostationen erläutert. Die überaus wertvollen sakralen Objekte erzählen vom Denken und Handeln der Menschen – vor und nach der Reformation.

Zur Ausstellung wird ein vielfältiges Begleitprogramm angeboten: u.a. Vorträge, eine Quiz-App, Weinverkostung, eine Fahrt zu den „Neuen Wollenweber“ in der Handweberei Rosenwinkel, ein museumspädagogisches Programm für Kinder und Schulen.

Quelle: Göttingen – Öffentlichkeitsarbeit

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