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Göttingen: Mutmaßliche Häufung von Krebserkrankungen in Groß Schneen / Befragung

Pressemeldung vom 4. Dezember 2012, 12:57 Uhr

Die Befragung unmittelbar Betroffener bzw. der Angehörigen von an Krebs erkrankten Menschen in Groß Schneen wird am Dienstag, 4. Dezember 2012, beginnen. Daneben, so hieß es in einer Presseinformation der Stadt Göttingen, stehen aktuell die staatsanwaltschaftlichen Ermittlungsarbeiten im Vordergrund.

Am Mittwoch, 28.November 2012, hatte eine aus Vertretern des Niedersächsischen Sozialministeriums, des Niedersächsischen Landesgesundheitsamtes (NLGA), des Epidemiologischen Krebsregisters Niedersachsens und des Fachbereichs Gesundheitsamt für die Stadt und den Landkreis Göttingen bestehende Expertengruppe in Hannover getagt. Dabei wurden die Informationen zusammengetragen, die die Grundlage für eine Bewertung der möglichen Krebshäufung in Groß Schneen bilden sollen.

Die Todesbescheinigungen seit dem 01.01.1992 aus dem Ortsteil Groß Schneen wurden im Gesundheitsamt durchgesehen. Es wurden die Todesbescheinigungen herausgesucht und gezählt, bei denen entweder in der Todesursache oder in der Epikrise Erkrankungen im Zusammenhang mit Krebs aufgeführt sind. Die Ergebnisse liegen derzeit im NLGA zur Durchführung von umweltepidemiologischen Berechnungen vor. Der Abgleich dieser Sterbefallliste mit der Fallliste des „Hinweisgebers“ ist in Bearbeitung; die Ergebnisse werden dann ebenfalls dem NLGA zur Durchführung weiterer Berechnungen zugesandt.

Das NLGA hat der Staatsanwaltschaft Göttingen einen qualifizierten Fallerhebungsbogen zur Durchführung von Befragungen der auf der Fallliste des „Hinweisgebers“ enthaltenen unmittelbar Betroffenen bzw. der Angehörigen von an Krebs erkrankten Menschen zugeleitet. Diese Befragungen werden in der Zeit vom 04.12.2012 bis voraussichtlich 07.12.2012 stattfinden. Die Ergebnisse der durchgeführten Boden-Luftproben liegen vermutlich bis Ende des Jahres 2012 vor.

Aktuell steht die staatsanwaltschaftliche Ermittlungsarbeit im Vordergrund. Bürgeranfragen werden unterdessen sowohl telefonisch als auch per E-Mail laufend und so umfassend wie unter Berücksichtigung der staatsanwaltschaftlichen Vorgaben möglich vom Fachbereich Gesundheitsamt für die Stadt und den Landkreis Göttingen beantwortet.

Quelle: Göttingen – Öffentlichkeitsarbeit

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