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Göttingen: Lügengebäude von Neonazi Lennard Rudolph und der „Alternative für Deutschland“ stürzen ein

Pressemeldung vom 16. September 2013, 11:13 Uhr

Die GRÜNE JUGEND Göttingen sieht die Glaubwürdigkeit des Ex-AfD-Kreisvorsitzenden und Neonazis Lennard Rudolph durch das Auffliegen der Unterschlagung von 6000 Euro des AfD-Kreisverbandes erneut massiv erschüttert. Sie fordert Aufklärung über den angeblichen „Brandanschlag“ auf Rudolph und kritisiert die rechtspopulistische AfD und ihren niedersächsischen Landesvorsitzenden Ulrich Abramowski scharf für ihre Toleranz gegenüber Neonazis.

Die Göttinger AfD und Lennard Rudolph haben mehrfach, sich deutlich voneinander unterscheidende, öffentliche Behauptungen über einen angeblich „knapp vereitelten Brandanschlag“ auf Rudolphs Haus bzw. (in einer anderen Version) Garage gemacht. Dieser angebliche Anschlag Teil der Konstruktion der Opferrolle und der Selbstinszenierung der AfD und wurde bundesweit von den Medien, u.a. von der Zeitung „Die Welt“, unkritisch und unhinterfragt weiterverbreitet. Lediglich die FAZ berichtete am 24.08.2013 über die massiven Widersprüche in Rudolphs Aussagen. Der niedersächsische AfD-Landesvorsitzende Ulrich Abramowski sprach, angesprochen auf den „Brandanschlag“, von „einem großen Wirrwarr“ und „Verwirrung“ bei einigen Mitgliedern des AfD-Kreisvorstandes, hervorgerufen durch die angespannte Situation in Göttingen.

„Wir sind überzeugt, dass Lennard Rudolph sowohl diesen „Brandanschlag“, als auch andere angebliche „Bedrohungen“, erfunden hat“, so ein Mitglied der GJ Göttingen. „Da die Polizei auf Grund seiner Behauptungen Ermittlungen aufgenommen und er auch selber Anzeige wegen „Hausfriedensbruch“ gestellt hat, erfüllen diese Falschbehauptungen den Straftatbestand der Vortäuschung einer Straftat. Die „Alternative für Deutschland“ hat diese „Vorfälle“ sowohl in Göttingen, als auch auf Landes- und Bundesebene, in offiziellen Pressestatements dazu genutzt, sich als Opfer von „gewalttätigen Linksfaschisten“ darzustellen. Aus den Äußerungen von Ulrich Abramowski in der FAZ ziehen wir den Schluss, dass auch er nicht an die Behauptungen glaubt, aber dieses nicht öffentlich zugeben will und durch Phrasen wie „großes Wirrwarr“ die offensichtliche Fadenscheinigkeit von Rudolphs Aussagen zu verschleiern versucht hat.“, so das Mitglied der GJ Göttingen.

„Das nach Informationen des Göttinger Tageblatts derzeit ein Parteiausschlussverfahren wegen rechter Äußerungen und Ansichten gegen den Ex-Pressesprecher der AfD Göttingen, Lars Steinke, geprüft wird, ist eine weitere Peinlichkeit sondergleichen für Ulrich Abramowski“, so das Mitglied der GJ Göttingen weiter. „Steinkes rechte Umtriebe sind bereits seit Juni bekannt, wurden von Abramowski aber mehrfach öffentlich dementiert.“

Anfang August trat mit Claas Otte sogar ein Mitglied des Göttinger AfD-Vorstandes wegen Steinkes rechter Äußerungen zurück. Noch im FAZ-Interview vom 24.08. bestreitet Abramowski aber den Wahrheitsgehalt der Vorwürfe Ottes mit den Worten „Er ist ein ehemaliges Mitglied der Linken, welche Absicht dahintersteht, da mache ich mal ein Fragezeichen.“

„Angesichts der jetzigen Entwicklung sieht es ganz so aus, als ob Abramowski, wider besseres Wissen, durch Diffamierung von Claas Otte als Lügner, dem Neonazi Lars Steinke einen öffentlichen Persilschein ausstellen wollte, um weitere negative Presseberichterstattung zu vermeiden.“, so das Mitglied der GJ.

„Der AfD-Landesverband hat unter Abramowskis Leitung über mehrere Monate hinweg die rechten Umtriebe in Göttingen ignoriert und toleriert, zuletzt sogar offensiv verleugnet und zu verschleiern versucht. Ohne die ausdauernden antifaschistischen Proteste wäre der Neonazi Steinke auch heute noch in Amt und Würden.“
„Wir würden von der AfD und besonders von Herrn Abramowski gerne wissen, welchen Bezug ihr Handeln in dieser Angelegenheit zu ihrem Wahlkampfslogan „Mut zur Wahrheit“ hat“, so das Mitglied der GJ abschließend.

Quelle: Grüne Jugend Göttingen

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