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Göttingen: LEADER-Projekte im Göttinger Land ausgewählt

Pressemeldung vom 22. Dezember 2016, 16:02 Uhr

Die LEADER-Aktionsgruppe (LAG) im Göttinger Land hat sieben Projekte ausgewählt, die zusammen mehr als 300.000 Euro LEADER-Förderung erhalten. Ziel der Projekte ist es, die Lebensqualität und Attraktivität in den Dörfern zu verbessern. Insgesamt sind damit bereits rund 1,5 Mio. Euro aus dem Budget der aktuellen Förderperiode eingeplant. „Neben den investiven Vorhaben sind in der jetzigen Auswahl zwei ganz besondere Projektideen zum Zuge gekommen“, erläutert Christel Wemheuer, LAG-Vorsitzende und Erste Kreisrätin im Landkreis Göttingen. Das Projekt „Landleben – Bunte Träume“ wurde vom Landesverband Freier Theater in Niedersachsen e. V. eingebracht. Darin geht es darum, Menschen auf dem Land zu einer künstlerischen Darstellung ihrer Situation auf dem Dorf vor dem Hintergrund des Demografischen Wandels zu motivieren. In vier Orten im Landkreis sollen Theaterprojektgruppen gebildet werden, deren Arbeit im Anschluss zusammengeführt und an verschiedenen Orten des Landkreises aufgeführt werden soll. Der „Friedlandgarten“, eine Projektidee der Ländlichen Erwachsenenbildung e. V. (LEB) hat zum Ziel, ankommenden Menschen im Durchgangslager Friedland eine sinnvolle Beschäftigung zu ermöglichen und sie über die Arbeit in einem Garten an unsere Kultur heranzuführen. Der Garten soll gemeinsam mit Menschen aus der Region bewirtschaftet werden. Mit den investiven Maßnahmen sollen vor allem wichtige Orte für Tourismus und Naherholung in der Region unterstützt werden, darunter ein Sedimentrückhaltebecken für den Wendebachstausee in Reinhausen, die Installation einer neuen Besucherplattform an der Rhumequelle in Rhumspringe und eine neue Toilettenanlage für die Waldbühne in Bremke. Als wichtigen Ort der Begegnung in Eddigehausen will der Verein Treffpunkt Altes Pfarrhaus wichtige Sanierungsarbeiten im ehemaligen Pfarrhaus durchführen, auch hierfür hat die LAG LEADER-Mittel vorgesehen. Nach der Auswahl der Projekte durch die LAG müssen die Projekte nun formell bei der Bewilligungsstelle, dem Amt für regionale Landesentwicklung (ArL) beantragt werden. Die Antragssteller werden dabei vom LEADER-Regionalmanagement unterstützt. „Der bürokratische Aufwand ist nicht unerheblich,“ sagt Dr. Hartmut Berndt, LEADER-Regionalmanager im Göttinger Land. „Gemeinsam lassen sich die meisten Hürden aber am Ende überwinden.“ Dr. Berndt ist zugleich Vorsitzender der Bundesarbeitsgemeinschaft der LEADER-Aktionsgruppen in Deutschland (BAG LAG). Er setzt sich auf Landes-, Bundes- und europäischer Ebene massiv für die Vereinfachung der Verwaltungsverfahren bei der LEADER-Förderung ein. Mit dem LEADER-Ansatz fördert die Europäische Union die Entwicklung und Umsetzung von regionalen Strategien, um den besonderen Herausforderungen der ländlichen Räume zu begegnen. Der Landkreis Göttingen ist seit 2002 LEADER-Region und wurde zuletzt im vergangenen Jahr wiederum ausgewählt. Der Region steht damit für die nächsten sieben Jahre ein Gesamtförderbudget von 2,8 Mio. Euro zur Verfügung, über dessen Verwendung die Lokale Aktionsgruppe entscheidet, in der mehr als 50 Akteure mitarbeiten. Die Einbeziehung der Menschen aus der Region bei der Entwicklung einer Strategie und der Entscheidung über die Mittelverwendung ist das Besondere am LEADER-Ansatz und gewährleistet, dass die Maßnahmen und Projekte auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten sind. Im Göttinger Land haben sich die Akteure darauf verständigt, die Unterstützung der ehrenamtlichen Strukturen und ihre wertvollen Beiträge zur zukunftsfähigen Entwicklung unserer Dörfer in den Mittelpunkt zu stellen.

Quelle: Landkreis Göttingen

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