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Göttingen: Landrat erhöht Mittel für Integration

Pressemeldung vom 16. Juli 2009, 16:34 Uhr

Göttingen. Landrat erhöht Mittel für Integration in den 1. und 2. Arbeitsmarkt in 2009 um 4,8 Mio. € auf 16,5 Mio. € – Reaktion auf Konjunkturkrise –
8.300 Fördermaßnahmen in 2008
Schermann setzt Schwerpunkt bei 1-Euro-Jobs – Aufstockung auf 750 Stellen –
Vermittlung in 1. Arbeitsmarkt weiter Priorität
Mit einer deutlichen Erhöhung der Mittel für den 1. und 2. Arbeitsmarkt um 4,8 Mio. € auf 16,5 Mio. € hat Landrat Reinhard Schermann jetzt vor dem Hintergrund der Konjunkturkrise reagiert. Das bedeutet eine Steigerung des Mitteleinsatzes um knapp 40 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dies gab der Landrat jetzt in einer schriftlichen Pressemitteilung bekannt.

Schwerpunkt des Programms ist nach Angaben von Schermann die Unterstützung des 2. Arbeitsmarktes. Denn der Stellenabbau auf dem 1. Arbeitsmarkt werde sich weiter auf den 2. Arbeitsmarkt auswirken. Daher würden für den 2. Arbeitsmarkt die Ausgaben um 2,8 Mio. € auf 5,2 Mio. € gesteigert. Herzstück des Vorhabens sei die Erhöhung der Arbeitsgelegenheiten (AGH), der sog. 1-Euro-Jobs für Arbeitslosengeld II-Empfänger um 250 auf 750 Stellen. Allein dafür würden die Mittel um 1,6 Mio. € auf 2,9 Mio. € aufgestockt.
In diesem Zusammenhang betonte der Landrat, dass weiterhin die Vermittlung beschäftigungsloser Menschen in den 1. Arbeitsmarkt absolute Priorität habe und verwies auf die Integration von ca. 3.450 Arbeitslosengeld II-Empfängern in den 1. Arbeitsmarkt im Jahr 2008.

Auf den 1. Arbeitsmarkt eingehend, führte Schermann aus, dass für Eingliederungsmaßnahmen (z. B. Eingliederungszuschüsse für Arbeitgeber, betriebliche Trainingsmaßnahmen, Bewerbungskosten, Existenzgründungs-unterstützung) eine Erhöhung von 3 Mio. € in 2008 auf ca. 3,7 Mio. € in 2009 vorgesehen sei.

Für Qualifizierung und Vorbereitung auf den 1. Arbeitsmarkt seien statt 6 Mio. € in 2008 jetzt ca. 7,3 Mio. € eingeplant. Zur Integration in den 1. Arbeitsmarkt wurden im Vorjahr rund 8.300 Qualifizierungs- bzw. Eingliederungsmaßnahmen gefördert.

Der Landrat unterstrich weiter, dass es sich bei der Schaffung zusätzlicher 1 €-Jobs um eine Gemeinschaftsaktion des Landkreises Göttingen mit den Bürgermeistern der Städte und Gemeinden handelt. Für die Ausweitung der Aktivitäten und die Vermittlung der Arbeitslosengeld-II-Empfänger sei beispielsweise eine eigenständige Vermittlungsagentur in der Trägerschaft der Kreisvolkshochschule geschaffen worden. Ziel sei es, neue Aufgabenfelder zu erschließen, die betroffenen Personen auszuwählen und sie auf eine passende Stelle zu vermitteln. Mögliche Einsatzfelder können nach Angaben des Landrats sein: Soziale Dienste, Schule und Bildung, Jugend, Naherholung und touristische Infrastruktur, Naturschutz und Kultur.

Nach den weiteren Ausführungen des Landrats wird Anfang August ein neuartiges, innovatives Projekt mit dem Titel „Sinnesgärten“ gestartet. Der Internationale Bund (IB) in Hann. Münden und die Ländlichen Erwachsenenbildung (LEB) in Duderstadt planen gemeinsam mit Arbeitslosen dieses Vorhaben in verschiedenen sozialen Einrichtungen wie beispielsweise Altenheimen, integrativen Kindergärten oder Einrichtungen für behinderte Menschen. Sinnesgärten sind spezielle Erlebnisanlagen, die alle Sinne ansprechen (Sehen, Riechen, Hören, Fühlen und Schmecken). Sie tragen zum intensiven Erleben der Natur bei und fördern die Wahrnehmungsfähigkeit.
Sinnesgärten haben besondere Gestaltungselemente wie z. B. duftende, farbenfrohe Blütenpflanzen, Heilkräuter, Kräuterspiralen, Hochbeete zum Berühren und Riechen, Wasserläufe, Wind- und Klangspiele.

Quelle: Stadt Göttingen – Pressestelle

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