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Göttingen: KuQua-Galeriegebäude

Pressemeldung vom 25. Oktober 2016, 14:15 Uhr

Das Verhandlungsverfahren mit den drei Preisträgern des Architektenwettbewerbs für den Neubau des Ausstellungsgebäudes im Göttinger Kunstquartier ist beendet. Den Zuschlag hat der Entwurf des Leipziger Planungsteams Atelier ST erhalten. Dies teilte Stadtbaurat Thomas Dienberg in der Sitzung des Ausschusses für Bauen, Planen und Grundstücke am Donnerstag, 20. Oktober 2016, mit. „Die Verhandlungen haben mehr Zeit in Anspruch genommen als gedacht“, sagte Dienberg. Mit dem jetzigen Ergebnis sei er aber mehr als zufrieden. Das Preisgericht, das aus Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, der deutschen Architektur- und Kunstszene, des Fördermittelgebers und der Stadtverwaltung bestand, hatte die Entwürfe im April 2016 bewertet. Der nun umzusetzende Entwurf, der im Wettbewerb Platz 2 belegt hatte, wurde von der Jury unter anderen für seine Funktionalität und Materialität gelobt, die einen günstigen, langlebigen Bauunterhalt verspräche. Weiterhin hieß es im Urteil: „Dem Haus gelingt es, Erinnerungen an ehemals hier vorhandene Lagerhäuser zu wecken und zugleich die Aura des Geheimnisvollen und Besonderen zu entwickeln.“ Der an der Nordseite richtig gesetzte Eingang und großformatige, in die Mauerschicht eingelassenen Buchstaben rhythmisierten den Baukörper in der Vertikalen, so die Preisrichter. Die Buchstaben würden als Angebot verstanden, könnten aber in dieser Form nicht akzeptiert werden. Mit dem erstplatzierten Atelier30 Architekten aus Kassel habe man sich nicht im Rahmen der finanziellen Vorgaben einigen können, erklärte Dienberg weiter. Die Kosten für das Gesamtprojekt dürften 3,2 Millionen Euro nicht überschreiten. Außerdem habe das Büro eine Fertigstellung innerhalb des einzuhaltenden Rahmens nicht garantieren können. „Am 31. Dezember 2018 muss das Projekt abgeschlossen sein“, ergänzte Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler, der ebenfalls an der Sitzung teilgenommen hatte. „Die Einhaltung dieser Vorgabe ist nötig, um den vollständigen Erhalt der Fördermittel, durch die das Projekt finanziert wird, zu gewährleisten“, erläuterte Köhler weiter. Dabei handle es sich um Finanzmittel des Bundesbauministeriums aus dem Bundesprogramm „Nationale Projekte des Städtebaus“. Die innovative Mischbetontechnik, die der Atelier30-Entwurf für das Gebäude vorgesehen hatte, sei noch so neu und innovativ, dass eine verlässliche Einschätzung der Bauzeit nicht zu 100 Prozent gewährleistet werden konnte. Die Verwaltung habe sich deshalb entschieden, „auf Nummer sicher zu gehen“. Das Nürnberger Architekturbüro Bär, Stadelmann, Stöcker, das den dritten Platz belegt hatte, habe die Einladungen zu den Verhandlungsgesprächen nicht wahrgenommen. Das Architekturbüro Atelier ST schließe nun die Vorentwurfsplanungen ab, sagte Dienberg: „Jetzt folgen erstmal die nötigen Vorarbeiten wie die statische Sicherung, die Baugrubenumschließung und archäologischen Grabungen im künftigen Baufeld“.

Quelle: Göttingen – Öffentlichkeitsarbeit

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