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Göttingen: Göttinger Elch 2011 für Josef Hader

Pressemeldung vom 10. Januar 2011, 12:37 Uhr

Der österreichische Kabarettist, Schauspieler und Autor Josef Hader erhält den „Göttinger Elch“ 2011. Die Auszeichnung wird jährlich für ein satirisches Gesamtwerk vergeben und ist mit 3.333 Euro, einer silbernen Elchbrosche und 99 Dosen „Original Göttinger Elch-Rahmsüppchen“ dotiert. Die Verleihung, findet am Sonnabend, 5. März 2011, im Deutschen Theater in Göttingen statt.
Der Vorverkauf beginnt am 01. Februar 2011. Karten sind ausschließlich an der Kasse des Deutschen Theaters, Tel. 0551 / 49 69 11, erhältlich (Öffnungszeiten: Mo-Fr 10.00 bis 13.30 Uhr und 16.30 bis 20.00 Uhr, Sa 11.00 bis 14.00 Uhr).
„Josef Hader steht im deutschsprachigen Kabarett einzigartig da“, heißt es in der Begründung der Jury. „Kein anderer versteht es wie er, Kopf und Herz anzusprechen, Komik und Ernst zu mischen, zwischen Erschauern und Verlachen zu wechseln. Dabei hat er einen ganz persönlichen Stil entwickelt, der vom politischen Nummernkabarett meilenweit entfernt ist. Statt sich mit Tagesaktualitäten abzugeben“, so die Jury, „führt Hader in wechselnden Rollen ebenso komisch wie abgründig die zerbröselnde Gesellschaft vor, ohne sich selbst und das Publikum von seiner bitterbösen und zugleich befreienden Kritik auszunehmen. Nicht Besserwisserei, nicht Belehrung, nicht platte Schwarz-Weiß-Malerei über die Guten hier und die Bösewichter auf der anderen Seite ist Haders Sache: sondern die ironische Brechung von liebgewordenen Gewissheiten, der Zweifel am scheinbar Selbstverständlichen, die komische Verzweiflung an der Welt und am Menschen. Auf diese Weise bringt Josef Hader zum Ausdruck, was intelligente Leute von unserer Gegenwart halten.“
Der 1962 geborene Josef Hader macht seit 1982 Kabarett und ist seit den 90er Jahren international mit Programmen wie „Privat“ und „Hader spielt Hader“ bekannt geworden. Seit 2004 tourt er mit seinem Stück „Hader muss weg“.
Als Schauspieler wurde Josef Hader durch den tragikomischen Film „Indien“ (1993) bekannt, dessen Drehbuch er mit Alfred Dorfer geschrieben hatte. Zuletzt brillierte er in der Rolle des melancholischen Expolizisten Brenner in „Der Knochenmann“ (2009), der Verfilmung eines Kriminalromans von Wolf Haas.
Der Satirepreis „Göttinger Elch“ wird 2011 zum 14. Mal verliehen. Die bisherigen Preisträger waren der Cartoonist Chlodwig Poth (1997), der Zeichner und Schriftsteller Robert Gernhardt (1999), der Kabarettist Gerhard Polt (2000), der Kolumnist und Übersetzer Harry Rowohlt (2001), die Karikaturistin Marie Marcks (2002), der Zeichner und Dichter F. W. Bernstein (2003), der Schweizer Kabarettist Emil Steinberger (2004), der Komiker Otto Waalkes (2005), der Zeichner Hans Traxler (2006), der Zeichner und Musiker Ernst Kahl (2007), die bayerischen Volksmusiker und Kabarettisten der Biermösl Blosn (2008), der Musiker, Schriftsteller und Filmemacher Helge Schneider (2009) sowie der Musiker, Schauspieler, Komponist und Komiker Olli Dittrich (2010).
Die ELCH-Jury 2011: Antje Kunstmann, München, Verlegerin; Hilmar Beck, Fachbereich Kultur der Stadt Göttingen; WP Fahrenberg, Ausstellungsbüro Göttingen; Achim Frenz, Museum für Komische Kunst Frankfurt am Main; Dr. Peter Köhler, Göttingen, Journalist; Martin Sonntag, Caricatura Kassel; Hans Zippert, Oberursel, Publizist; Olli Dittrich, ELCH-Preisträger 2010.
Mehr über den „Elch“ und seine Preisträger unter: www.goettinger-elch.de

Quelle: Göttingen – Öffentlichkeitsarbeit

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