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Göttingen: Frühe Hilfen vernetzen – Auftaktveranstaltung zum Kinderschutz

Pressemeldung vom 14. Dezember 2012, 10:13 Uhr

Stadt und Landkreis entwickeln gemeinsames Netzwerk

Wie lässt sich der Kinderschutz in der Region besser vernetzen? Diese Frage erörterten Akteure aus dem Bereich Jugendhilfe und Kinderschutz in einer Auftaktkonferenz am 28. November. Der Fachbereich Jugend der Stadt und das Jugendamt des Landkreises Göttingen hatten zur Entwicklung eines Netzwerkes „Frühe Hilfen und Kinderschutz“ gemeinsam eingeladen. Das Netzwerk soll den Austausch über Kenntnisse und Abläufe bei Frühen Hilfen und Kinderschutz fördern und für einheitliche Verfahren im Kinderschutz sorgen.

Über 50 Akteure aus öffentlicher und freier Jugend- und Sozialhilfe, von Beratungsstellen, Bildungseinrichtungen, dem Gesundheitswesen und von regionalen Familienbildungsstätten nutzten die Gelegenheit zu einem ersten Austausch. Die Jugendämter der Stadt und des Landkreises koordinieren die Netzwerkarbeit, da viele Akteure mit ihren Angeboten sowohl für die Einwohner der Stadt als auch des Landkreises Ansprechpartner sind.

„Die Schaffung eines Netzwerkes Frühe Hilfen und Kinderschutz steht erst am Anfang. Wir werden auch noch andere Bereiche miteinbeziehen. Der versammelte Kreis erhebt keinen Anspruch auf Exklusivität, sondern wird auch für Schulen, Kindertagesstätten, Polizei und Justiz offen sein“, betont Angela Schmiel-Richter, Leiterin des Jugendamtes des Landkreises.

Die Referentin Petra Bremke-Metscher vom Koordinierungszentrum Kinderschutz in Oldenburg gab wichtige Tipps und Ideen für den Aufbau und die Struktur solcher Netzwerke. Die Stadt Oldenburg gehört mit Braunschweig, Hannover und Lüneburg zu vier Kommunen, die modellhaft die Entwicklung von Netzwerken für Frühe Hilfen und Kinderschutz erprobt haben.

Am 20. Februar findet das nächste Treffen statt. Dort werden die Ergebnisse einer Fragebogenaktion vorgestellt, die im Vorfeld der Auftaktveranstaltung verschickt wurden. Anhand der Fragebögen wird die Angebotslandschaft für Frühe Hilfen und Kinderschutz in Stadt und Landkreis ermittelt.

Beteiligte Akteure aus Stadt und Landkreis

Das Gesundheitswesen war vertreten durch niedergelassene Kinderärzte, das Gesundheitsamt, Vertreterinnen verschiedener Abteilungen der Universitätsmedizin Göttingen (SPZ, Kinderklinik, Suchtmedizin), der Frühförderstellen, von freien Hebammenpraxen, KIMBU, DRK-Schwesternschaft, sowie logotherapeutischen, ergotherapeutischen und physiotherapeutschen Praxen.

Für die anderen Bereiche waren neben größeren Verbänden wie der AWO, der Paritätische Wohlfahrtsverband, der Kinderschutzbund, die Diakonie, die Caritas, das DRK, Pro Familia auch lokal agierende Vereine und Initiativen wie der Frauen-Notruf e.V. / phönix, EIFER e.V., pakiju e.V., Grips e.V. und die Bürgerstiftung Göttingen u.a. vertreten.

Anfang dieses Jahres ist das Bundeskinderschutzgesetz in Kraft getreten. Zentrale Punkte dieser neu aufgestellten Grundlage für eine Weiterentwicklung der Hilfen und Unterstützungen insbesondere für junge Familien und das Aufwachsen der Kinder sind die Verbesserung der Informationen und die Bildung verbindlicher Netzwerke. Gefördert wird diese Arbeit über das Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend durch Mittel der Bundesinitiative Frühe Hilfen.

Quelle: Landkreis Göttingen – Der Landrat

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