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Göttingen: ESF-Bundesprogramm „Stärken vor Ort“ in Göttingen

Pressemeldung vom 1. Juli 2009, 20:11 Uhr

Göttingen. Die Stadt Göttingen hat sich erfolgreich an der Ausschreibung des neuen Bundesprogramms „Stärken vor Ort“ beteiligt und ermöglicht seit Juni die Förderung von Projekten in den Programmgebieten Grone (Grone-Süd und Alt-Grone) sowie Weststadt (Maschmühlenweg, Hagenberg und Holtenser Berg). Die Förderperiode endet am 31.Dezember 2009. Eine zweite und dritte Förderperiode sind vorgesehen. Zunächst stehen für Grone 40.000 Euro und für die Weststadt 60.000 Euro zur Verfügung. Die Entscheidung über Projekte, die unterstützt werden sollen, trifft ein Begleitausschuss.

Kontakt und Beratung erfolgen über die Beschäftigungsförderung Göttingen, Sylvia Büttner, Koordinatorin „Stärken vor Ort“, Bürgerstraße 48, 37073 Göttingen, Tel. 0551/4003264, e-mail s.buettner@goettingen.de. Die Einzelprojekte können ein Finanzvolumen von maximal 10.000 Euro umfassen und werden zu 100 Prozent aus dem Europäischen Sozialfonds finanziert. Die Stadt Göttingen stellt die lokale Programmkoordinierungsstelle bereit.

Mit dem Bundesprogramm „Stärken vor Ort“ sollen die sozialen und beruflichen Perspektiven von Frauen und jungen Menschen in benachteiligten Stadtteilen verbessert werden. Das Programm tritt die Nachfolge des Programms „LOS – Lokales Kapital für soziale Zwecke“ an, das bereits von 2003 bis 2008 in den Göttinger Stadtteilen Grone-Süd und Alt-Grone erfolgreich umgesetzt wurde.

Gefördert werden örtliche Initiativen, Organisationen und zivilgesellschaftliches Engagement, um insbesondere Jugendliche und Frauen vor Ort im eigenen Stadtteil zu erreichen. Zielgruppe dieser Mikroprojekte sind junge Menschen mit ungünstigen Startchancen und beruflichen Perspektiven sowie Frauen, die auf dem Arbeitsmarkt Unterstützung benötigen und denen der (Wieder-)Einstieg in das Erwerbsleben erleichtert werden soll.

Mit Hilfe des Programms „Stärken vor Ort“ werden unterstützende Maßnahmen für Jugendliche in Grone und in der Weststadt angeboten. Jugendliche sollen z.B. Hilfestellungen bei der Berufswahl, beim Schulabschluss, beim Bewerbungstraining oder bei der beruflichen Qualifizierung erhalten. Frauen bekommen Angebote bei der Qualifizierung, Teilhabe und Chancengleichheit im Erwerbsleben.

„Jede dritte Familie in Göttingen mit Kindern unter 18 Jahren ist alleinerziehend. Diese Familien brauchen eine besondere Unterstützung. Das Programm „Stärken vor Ort“ soll insbesondere auch Angebote für Alleinerziehende, die Beruf und Familie alleine vereinbaren müssen, im Stadtteil fördern. Göttingen hat sehr gute Erfahrungen mit dem früheren LOS – Programm in Grone gemacht. Viele Bewohner im Stadtteil, auch Langzeitarbeitslose, konnten für Aufgaben in ihrem Stadtteil aktiviert werden. Ihre Job-Chancen haben sich dadurch verbessert und der Stadtteil Grone ist deutlich attraktiver geworden. Jetzt ist es erfolgreich gelungen, auch die Weststadt in die Förderung einzubeziehen“, meinte die Göttinger Sozialdezernentin Dr. Dagmar Schlapeit-Beck in einer Erklärung zum Programmstart.

Quelle: Stadt Göttingen

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