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Göttingen: Erstes Treffen der Bürgermeisterinnen und Bürgermeister

Pressemeldung vom 29. September 2016, 15:59 Uhr

Zum ersten Treffen kamen die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister aus den Landkreisen Göttingen und Osterode am Harz im Göttinger Kreishaus zusammen. Es war die erste Konferenz der Hauptverwaltungsbeamten der Städte und Gemeinden im künftigen Landkreis Göttingen mit den Spitzen der Kreisverwaltungen. Auf der Tagesordnung standen die Zusammenarbeit von Gemeinden und neuem Landkreis beim Thema Flüchtlinge, der soziale Wohnungsbau, der Zivil- und Katastrophenschutz, das Azubi-Kulturticket und anderes mehr. „Wir tun jetzt so, als wäre es schon der 1. November“, begrüßte Landrat Bernhard Reuter die Konferenzteilnehmenden mit Blick auf das Datum der Kreisfusion. Es gelte, frühzeitig die Zusammenarbeit abzustimmen. Als gewählter Landrat für den neuen Landkreis erläuterte er seine Strategie für die kommenden fünf Jahre. „Das ist in einem Wort zusammenzufassen: Aufholjagd. Südniedersachsen soll aufschließen zur Entwicklung im Land“, so Landrat Reuter. Wichtigstes Instrument dafür sei das Südniedersachsenprogramm. „Das zum Erfolg zu führen ist meine wichtigste Mission.“ Er wolle zwischen den Akteuren vermitteln und integrieren. „Lassen sie uns gemeinsam dafür arbeiten“, so Landrat Reuter. Für den Landkreis Osterode am Harz begrüßte Erster Kreisrat Gero Geißlreiter die Konferenzteilnehmenden. Er gratulierte Reuter zu seiner Wahl und zeigte sich zuversichtlich, dass der neue Landkreis Göttingen zusammenwachsen werde. Die Voraussetzungen dafür seien geschaffen. „Wir können starten zum 1. November“, betonte Erster Kreisrat Geißlreiter. Inhaltlich ging es beispielsweise um das Thema Flüchtlinge. Kreisrat Marcel Riethig stellte einleitend die aktuellen Zahlen vor. Demnach sind in der Stadt Göttingen derzeit 2.470 Geflüchtete untergebracht, im Landkreis Osterode am Harz 1.381 und im Landkreis Göttingen 577. Anschließend präsentierte er die Koordinierungsstelle für Migration und Teilhabe, die als Schnittstelle zwischen Kreisverwaltung und Kooperationspartnern sowie Ehrenamtlichen fungiert. Die Städte und Gemeinden seien unverzichtbare Partner, insbesondere bei der Herausforderung der Integration, „Bitte fühlen sie sich weiter verantwortlich“, warb Kreisrat Rietig um die Fortsetzung des beispielhaften Engagements in der Flüchtlingshilfe und bot Koordinierung und Beratung des Landkreises Göttingen an. Beim Thema Wohnungsbauförderung erörtere Kreisrat Riethig geänderte Förderrichtlinien. Vor diesem Hintergrund sei ein Wohnraumförderkonzept sinnvoll. Riethig nannte die Schwerpunkte Mietwohnungsbau, sozialer Wohnungsbau und altengerechtes Wohnen. Die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister erläuterten die aktuelle Situation in ihren Gemeinden und nannten Beispiele für Initiativen bei der Wohnraumentwicklung. Sie vereinbarten einen Austausch über solche gelungenen Beispiele. Landrat Reuter warb bei den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern für das Azubi-Kulturticket. Das Projekt des Landschaftsverbands Südniedersachsen bietet Auszubildenden Vergünstigungen und kostenlosen Eintritt bei Kultureinrichtungen in der Region. Die Kommunen müssten sich jungen Menschen als attraktiver Arbeitgeber präsentieren, wenn sie im Wettbewerb um Fachkräfte bestehen wollten. Das Azubi-Kulturticket könne dazu einen Beitrag leisten, so Landrat Reuter. Beim Zivil- und Katastrophenschutz wurde aus dem Kreis der Gemeinden eine Koordinierung durch den Landkreis vorgeschlagen. Eine enge Verbindung von Gemeinden und Landkreis sei unabdingbar, bestätigte Erste Kreisrätin Christel Wemheuer. Sie erläuterte die Anstrengungen der Landkreise zur Neustrukturierung des Bevölkerungsschutzes gemeinsam mit den Hilfsorganisationen. Beispielhaft verwies sie auf das Konzept des Notfallstützpunkts, das seit zwei Jahren entwickelt wird und flächendeckend im neuen Landkreis umgesetzt werden soll. „Jeder muss auf seiner Ebene Vorsorge treffen. Wenn wir sie dabei unterstützen können, stehen wir für ihre Fragen zur Verfügung“, so Wemheuer. Das zweieinhalbstündige Treffen verlief in konzentrierter, sachlicher Atmosphäre. Führungskräfte der Kreisverwaltung gaben Informationen zu Themen des Landkreises. Die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister brachten ihre Punkte ein. „Ich sehe, alle Punkte sind zufriedenstellen abgearbeitet“, stellte Landrat Reuter abschließend fest und wünschte den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern „einen guten Weg zurück in die Rathäuser“.

Quelle: Landkreis Göttingen

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