Energiewechsel

Göttingen: Ergebnis der Baumschau 2016 / 343 Fällungen erforderlich

Pressemeldung vom 28. September 2016, 16:43 Uhr

Nach dem Ergebnis der Baumkontrolle 2016 müssen 343 Bäume von den rund 34.000 im Baumkataster erfassten Bäumen auf öffentlichen Flächen in Göttingen gefällt werden. Bäume in gleicher Anzahl werden nachgepflanzt – nach Möglichkeit am Standort einer Baumfällung. Die wesentlichen Gründe für die Fällung von Bäumen sind in diesem Jahr vor allem das Eschentriebsterben und starke Vitalitätseinbußen durch die extrem trockene Wetterlage der vergangenen Jahre. Weitere Gründe sind die damit einher gehenden erhöhten Bruch- bzw. Umsturzgefahren. Die Überprüfung von Bäumen ab einem Stammdurchmesser von ca. 30 Zentimeter führt der städtische Fachbereich Stadtgrün und Umwelt zusammen mit dem Arbeitskreis Baumschutz der Kreisgruppe des Bund für Umwelt und Naturschutz e.V. Göttingen durch. Dabei werden die Baumschäden diskutiert und die betroffenen Bäume begutachtet. Das Ergebnis der Beratung wird dem Ausschuss für Umwelt- und Klimaschutz am 27. September 2016 vorgestellt.

Als besonderen Service hat die Stadt alle Standorte der sogenannten Baumfällliste unter www.baumschau.goettingen.de auch für mobile Endgeräte in den Internet-Stadtplan integriert. Dort finden sich neben einem Foto des Baumes alle wichtigen Angaben zu Baumart, Stammdurchmesser, Standort und Schadensbefund. Ermöglicht hat dieses Informationsangebot der Stadt die enge Zusammenarbeit der Fachdienste Stadtgrün sowie Bodenordnung, Vermessung und Geoinformation. Die Stadt Göttingen führt durch den Fachdienst Grünflächen bei allen im Baumkataster der Stadt Göttingen erfassten Bäumen auf städtischen Grün- und Freianlagen, an Gewässern sowie bei Straßenbäumen eine regelmäßige Überprüfung durch. Der Turnus richtet sich dabei nach dem Alter und Zustand des Baumes sowie nach der Sicherheitserwartung an dem jeweiligen Standort. So kann es erforderlich sein, Bäume mit entsprechenden Vorschäden halbjährlich zu kontrollieren, andere hingegen lediglich alle drei Jahre. Die Kontrolle erfolgt durch zertifizierte Baumkontrolleure überwiegend im Zeitraum von März bis September eines Jahres . Dabei wird der Baum vor Ort in Augenschein genommen und ggf. durch eine Klopfprobe auf Defekte im Wurzel-, Stamm-, oder Kronenbereich überprüft. Sollte die visuelle Kontrolle keine eindeutige Beurteilung zulassen, werden die Bäume von besonders fachkundigem Personal nachkontrolliert. Dort werden von einem Fachagrarwirt für Baumpflege (FAW) unter Leitung des Fachdienstes die nötigen Vorgehensweisen festgelegt. Das können Schnittmaßnahmen, der Einbau von Kronensicherungssystemen oder auch Fällungen sein. Sofern die eigenen Kenntnisse bzw. die verfügbaren Untersuchungsgeräte keine abschließende Diagnose erlauben, wird bei einer dritten Prüfstufe ein öffentlich bestellter Sachverständiger eingeschaltet. Nach Abschluss dieses Verfahrens werden die beabsichtigten Fällungen dem Arbeitskreis Baumschutz der Kreisgruppe des Bund für Umwelt und Naturschutz e.V. Göttingen vorgestellt. Dort wird ein weiteres Mal die Notwendigkeit einer Baumfällung im Einzelfall diskutiert.

Quelle: Göttingen – Öffentlichkeitsarbeit

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