Energiewechsel

Göttingen: BAföG-Reform vollumfassend und schnellstmöglich umsetzen!

Pressemeldung vom 19. September 2013, 12:32 Uhr

Der AStA der Uni Göttingen unterstützt das am 18. September vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) und Deutschen Studentenwerk (DSW) vorgestellte 10-Punkte-Programm für ein modernes BAföG, welches nach ihrer Vorstellung direkt nach der Bundestagswahl in Kraft treten soll.

Dazu AStA-Außenreferentin Silke Hansmann: „/Das BAföG muss endlich an die Lebensrealitäten der Studierenden angepasst werden. Dazu reicht es nicht, die Sätze in unregelmäßigen Abständen ein wenig zu erhöhen: BAföG-Erhöhungen müssen endlich die Inflationsrate ausgleichen. Und wer ein Auslandssemester einlegt, darf nicht vom BAföG abgehängt werden: Auch das BAföG muss sich an den Bologna-Prozess anpassen, denn nur so kann dieser erfolgreich umgesetzt werden!/“

„/Studierende stehen heute vor ganz anderen Herausforderungen als zu den Zeiten, zu denen das BAföG eingeführt wurde. Heute werden Teilzeitstudiengänge immer beliebter, der Dritte Bildungsweg wird immer häufiger genutzt und auch von den Landesministerien gefordert. Dass gerade diese Studierendengruppe, die häufig nicht die Mittel hat, um ein Studium ohne finanzielle Hilfen zu absolvieren, nach dem Berufsausbildungsförderungsgesetz nicht gefördert wird, bleibt uns unerklärlich. Auch Studierende, die einen Fachrichtungswechsel vollziehen, müssen bis zum Ende ihres Studiums gefördert werden/“, kommentiert Isabell Stein, AStA-Referentin für Hochschulpolitik, die bestehende Lage.

AStA-Sozialreferentin Kirsten Schöffel erklärt: „/Besonders für Studierende mit chronischer Erkrankung und/oder Behinderung, die einen besonderen Nachteilsausgleich benötigen, reichen die BAföG-Sätze nicht aus. Studierende mit Kind können ein Studium in den meisten Fällen nicht in Regelstudienzeit absolvieren. Auch diese Gruppen müssen beim BAföG endlich konsequent berücksichtigt werden. Deshalb fordern wir eine künftige Bundesregierung dazu auf, das BAföG endlich unabhängig vom Alter und vom Einkommen der Eltern auszuzahlen. Nur so kann eine vernünftige Studienfinanzierung für alle in die Realität umgesetzt werden!/“

AStA-Pressesprecher Tobias Fritzsche fügt abschließend hinzu: „/Die im Nachgang zum 10-Punkte-Programm von Bundesbildungsministerin Wanka veröffentlichte Presseerklärung zeugt von der Tatenlosigkeit ihres Ministeriums. Wanka verspricht zwar eine Weiterentwicklung des BAföG, doch das hat sie auch schon vor fast einem halben Jahr getan – geändert hat sich nichts./“

Quelle: Stadt Göttingen

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