Energiewechsel

Göttingen: Ausblick, Vortrag und Diskussion mit dem Soziologen Andreas Kemper

Pressemeldung vom 12. Oktober 2015, 11:58 Uhr

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Grünen Hochschulgruppe statt und ist Teil der Alternativen O-Phase.

Totgesagte leben länger – die rechtspopulistische und asylfeindliche AfD befindet sich derzeit im Aufwind. Nach der Abspaltung des Lucke-Lagers im Juli bewegte die AfD sich in Meinungsumfragen lange Zeit konstant unter der 5-Prozenthürde. Jetzt reüssiert sie im Zuge der massiv ansteigenden Geflüchtetenzahlen und befeuert durch das Verbreiten von rassistischen Ressentiments die in vielen Gegenden Deutschlands herrschende Pogromstimmung. In Erfurt mobilisierte die AfD einige Wochen in Folge jeweils mehrere Tausend Menschen und machte mit nationalistischen Parolen Stimmung. Björn Höcke, der bekannteste Rechtsausleger der AfD und Fraktionsvorsitzender im Thüringer Landtag, rief der jubelnden Menge zu: „Erfurt ist schön deutsch und Erfurt soll schön deutsch bleiben!“ Nicht nur er träumt in der AfD von einer neuen deutschen Volksfront – in Zeiten, wo vielerorts Geflüchtetenheime brennen und rassistische Angriffe auf Menschen nicht selten sind.

Droht die AfD sich langfristig zu etablieren? Wird sie ein deutscher „Front National“ oder eine NPD 2.0? Wie sind die Aussichten auf die 2016 anstehenden Landtagswahlen und die Bundestagswahl 2017? Und vor allen Dingen: Wie kann oder muss ein Umgang mit der AfD zukünftig aussehen?

Diesen und anderen Fragen wird der Münsteraner Soziologe Andreas Kemper in seinem Vortrag nachgehen. Kemper befasst sich seit 2013 intensiv mit der AfD und ist u.a. Autor der von der Friedrich-Ebert-Stiftung in Auftrag gegebenen Expertise „Keimzelle der Nation? Familien- und geschlechterpolitische Positionen der AfD“ und der Analyse „Zur Differenz von Konservativismus und Faschismus am Beispiel der »historischen Mission« Björn Höckes (AfD)“ für die Rosa-Luxemburg-Stiftung. Daneben forscht und publiziert er zu Klassismus und der antifeministischen Männerrechtsbewegung.

Entsprechend § 6 Abs. 1 VersG sind Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, von der Versammlung ausgeschlossen.

Quelle: Grüne Jugend Göttingen

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