Energiewechsel

Göttingen: Atomstrom in Göttingen unerwünscht, der CASTOR auch!

Pressemeldung vom 2. November 2010, 09:13 Uhr

Die Ratsfraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN ruft alle GöttingerInnen auf, sich an den Protestaktionen gegen den bevorstehenden CASTOR-Transport mit abgebrannten atomaren Bennelementen ins niedersächsische Gorleben zu beteiligen. „Wir werden nicht tatenlos zusehen, während die Bundesregierung vor aller Augen Anlauf nimmt für Laufzeitverlängerungen und die Rolle rückwärts ins Atomzeitalter“, erklärt die umweltpolitische Sprecherin der Fraktion, Marie Kollenrott. „Wenn ab Freitag der nächste Castor rollt, ist es Zeit den Protest stärker als je zuvor auf die Straße zu tragen, im Wendland, wie auch in Göttingen!“ Die Fraktion der GRÜNEN wünscht den Einzelpersonen, Gruppen und Initiativen, vom Anti-Atom-Plenum in Göttingen über Ausgestrahlt und X-tausendmalquer bis zur Bäuerlichen Notgemeinschaft im Wendland viel Glück bei ihren Aktionen. Die Fraktion der GRÜNEN im Göttinger Stadtrat wird sich nach Kräften an diesen Protesten beteiligen.

Die Stadt Göttingen hat dem Atomstrom durch ihren Wechsel zu einem günstigen Ökostromanbieter bereits im Jahr 2007 den Stecker gezogen und spart dadurch jährlich rund 100.000 €. Wir rufen in diesem Zusammenhang alle privaten Stromkunden auf, diesem Beispiel zu folgen! Mit der Stärkung des Energiereferates und der Gründung einer neuen Energieagentur für Stadt und Landkreis wurden zudem günstige Voraussetzungen für den schnellen Ausbau regenerativer Energien in der Region geschaffen, vor allem aber für das Energiesparen! Göttingen macht vor, dass der Abschied vom Atomstrom schneller möglich ist als die Bundesregierung uns weis machen möchte. Der Ausstieg aus dem Ausstieg wird um so zwangsläufiger scheitern, je mehr Menschen sich an den Protesten beteiligen. Die Menschenkette zwischen den AKWs Krümmel und Brunsbüttel sowie die Umzingelung des Regierungsviertels in Berlin mit jeweils über 100.000 Menschen haben gezeigt, dass der Ärger über die Energiepolitik der Bundesregierung größer ist als je zuvor.
Hinweise für Göttingen: Die Göttinger GRÜNEN stellen für die Fahrt zur Demonstration in Dannenberg am 6.11.2010 mindestens vier Busse bereit. Wer seinem Ärger über die Energiepolitik der Bundesregierung Luft machen möchte, ist herzlich eingeladen uns zu begleiten. (Karten unter Tel.: 55594). Schon am 2.11.2010 um 19 Uhr wird im Grünen Zentrum eine Veranstaltung mit Stefan Wenzel (MdL) stattfinden: „Was lernen wir aus der Katastrophe in der Asse? Bereits ab 17 Uhr transportieren Mitglieder des Kreisverbandes „Atommüllfässer“ vom Grünen Zentrum zum Bahnhof, um auf der Verkehrsinsel vor der Einmündung zur Goethealle ein atomkraftkritisches Denkmal zu errichten.“
Kontakt: Marie Kollenrott, umweltpolitische Sprecherin, Tel.: 0551-49277973

Quelle: Fraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN im Göttinger Stadtrat

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